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vbm zur aktuellen IG Metall-Kampagne / Brossardt: „Vorstellungen von gestern führen uns nicht aus der Krise!“

(München, 02.04.2009) Die bayerischen Metallarbeitgeber haben die Kampagne „Gemeinsam für ein gutes Leben“ kritisiert. Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer des vbm – Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V.: „Die IG Metall geht mit einem rückwärtsgewandten Konzept hausieren, dessen Umsetzung marktwirtschaftliche Dynamik im Keim ersticken würde. Es ist der krampfhafte Versuch, unsere bestehende Industriestruktur zu zementieren und notwendige Anpassungen an veränderte Marktbedingungen zu verhindern.“ Brossardt warnte: „Die Realisierung des Aktionsplans der IG Metall würde uns nicht aus der Krise führen, sondern hätte stattdessen einen Abbau von Beschäftigung und den Verlust der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Betriebe zur Folge.“

So sei es realitätsfremd zu verlangen, dass in der Krise kein Arbeitsplatz verloren gehen dürfe. Die bayerischen M+E-Betriebe versuchten alles, um möglichst viele Jobs im Abschwung zu erhalten. „Arbeitsplätze können nur durch gemeinsame Anstrengungen aller Beteiligten auf betrieblicher Ebene gesichert werden, nicht aber durch Demonstrationen, Mindestlöhne, eine Änderung des Renteneintrittsalters oder das Festschreiben des industriellen Status Quo.“

Der Hauptgeschäftsführer warf der Gewerkschaft zudem vor, die schwierige wirtschaftliche Situation auszunutzen, um altbekannte Forderungen nach größerem Einfluss ihrer Organisation in den Unternehmen zu erneuern. „Nirgendwo auf der Welt haben die Arbeitnehmer mehr Mitspracherechte als in Deutschland. Ein flächendeckender Aufbau zusätzlicher Mitbestimmung dient ausschließlich den organisationspolitischen Interessen der IG Metall, nicht jedoch den Betrieben und dem Erhalt von Arbeitsplätzen.“

Auch sei es gefährlich, die aktuelle Krise zu missbrauchen, um die Soziale Marktwirtschaft in Misskredit zu bringen. „Diesem Wirtschaftsmodell verdanken wir unseren Wohlstand. Die Soziale Marktwirtschaft ist nicht die Ursache der Krise. Die IG Metall sollte aufhören, an dem Ast zu sägen, auf dem wir alle zusammen sitzen“, sagte Brossardt.


Kontakt: Raimo Kröll, Telefon 089-55 178-378