Mit Blick auf die demografische Entwicklung wird es für die Unternehmen der bayerischen Metall- und Elektroindustrie zunehmend darum gehen, bei sinkenden Absolventenzahlen Jugendliche unterschiedlicher Qualifikationen in die Ausbildung zu integrieren. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Fachkräfte von morgen für das eigene Unternehmen zu sichern.
Notwendigkeit zweijähriger Ausbildungsberufe
bayme und vbm setzen sich aus diesem Grund für die Schaffung von zweijährigen Ausbildungsberufen ein. Untersuchungen des Forschungsinstituts Betriebliche Bildung (f-bb) haben gezeigt, dass es im Beschäftigungssystem zu einem Wandel von Facharbeit und einfacher Arbeit gekommen ist.
Durch Standardisierungen im Produktionsbereich sowie Optimierung von Prozessen und Kosten haben sich auch Konsequenzen für die Qualifikationsanforderungen von Beschäftigten ergeben. Folglich entsteht neben den bisherigen und etablierten 3,5-jährigen Ausbildungsberufen ein neues Anforderungsprofil, welches sich in erster Linie an Jugendliche mit Hauptschulabschluss richtet. Dadurch erhöht sich die Möglichkeit für ausbildungswillige Jugendliche, einen Ausbildungsplatz zu finden.
Zweijährige Ausbildungsberufe in der Praxis
Im Jahr 2004 wurde der Ausbildungsberuf des Maschinen- und Anlagenführers eingeführt, der sich zu einem Erfolgsmodell entwickelt hat. Im Jahr 2009 wurden deutschlandweit 2.810 neue Ausbildungsverträge geschlossen.Seit August 2009 existiert im Bereich der industriellen Elektroberufe der zweijährige Ausbildungsberuf zum Industrieelektriker.
Mit diesem Beruf wird das Ausbildungspotenzial der Unternehmen der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie weiter erhöht. Bei den beiden zweijährigen Berufen ergeben sich sowohl für Jugendliche als auch für Unternehmen deutliche Vorteile.

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