Aufgrund des Fachkräftemangels stehen der M+E Branche neben Ingenieuren auch nicht mehr ausreichend Facharbeiter zur Verfügung. Um unsere Mitgliedsunternehmen zu unterstützen, bieten wir die Teilqualifizierung an. Sie ist ein Erfolgs versprechendes und schnelles Instrument zur Fachkräftesicherung.
Was ist Teilqualifizierung und für wen ist sie gedacht?
Mit der Teilqualifizierung können Ausbildungsberufe zu einem Facharbeiter absolviert werden. Jede Teilqualifizierung ist ein in sich abgeschlossenes Modul und kann mit einer Fachkraftprüfung vor dem Prüfungsausschuss und einem Zertifikat „bbw-bayme vbm Fachkraft für …“ beendet werden.
Zielgruppe der Teilqualifizierung sind un- und angelernte Arbeitnehmer aus der Metall- und Elektroindustrie, denen die Anforderungen moderner, industrieller Maschinenarbeitsplätze bekannt sind. Aber auch branchenfremden Arbeitskräften bietet das Konzept die Möglichkeit, neue Arbeitsplätze unterhalb der Facharbeiterebene zu besetzen. Insgesamt sind bereits 11.000 Fachkräfte erfolgreich in bayerischen Betrieben im Einsatz.
Die Systematik der Teilqualifizierung am Beispiel Metall
Sämtlichen Metall-Teilqualifizierungen liegt die Facharbeiterausbildung „Industriemechaniker“ zugrunde. Hier ist die erste Teilqualifizierung die „bbw-bayme vbm Fachkraft für Metallbearbeitung“ mit der Grundqualifikation Metall für Neu- bzw. Quereinsteiger. Die Ausbildungsdauer beträgt insgesamt 208 Unterrichtsstunden.
Bereits mit der ersten Teilqualifizierung ist die Fachkraft in der betrieblichen Praxis effektiv einsetzbar. Entsprechend des Bedarfs in Ihrem Betrieb und den Fähigkeiten des Mitarbeiters kann der Teilnehmer drauf aufbauend in überschaubar aufbereiteten Modulen weitere Qualifikationsstufen erreichen.
Den Abschluss „bbw-bayme vbm Fachkraft für Industriemechanik“ (Stufe 3) erlangt der Teilnehmer, wenn alle vorherigen Fachkraft-Module (Stufe 1 und 2) durchlaufen sind. Die Dauer der einzelnen Module richtet sich nach den zu vermittelnden Inhalten. In den Grundmodulen sind das zwischen 50 und 200 Unterrichtsstunden. Die berufliche Fachkraftausbildung für Industriemechaniker dauert insgesamt 480 Stunden und die Gesamtqualifizierung zum Facharbeiter in der Fachrichtung Betriebstechnik 820 Stunden.
Jede Teilstufe wird, nach der theoretischen und praktischen Unterweisung, durch eine Prüfung (analog zur Prüfungsordnung) abgeschlossen und die erfolgreiche Teilnahme mit einem Zertifikat belegt. Werden alle Module erfolgreich abgeschlossen, kann sich der Teilnehmer zur externen Prüfung anmelden und wird in einem Vorbereitungslehrgang zur Facharbeiterprüfung geführt.
Ansprechpartnerin:
Dagmar Gerber
bbw gGmbH
Telefon 0931-797 32-15
Telefax 0931-797 32-22

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