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Letzte Aktualisierung: 27. Februar 2026

Pressemitteilung

Arbeitsmarktzahlen bereiten im Freistaat weiterhin Sorgen / Brossardt: „Februar-Arbeitslosenquote so hoch wie zuletzt vor über zehn Jahren“

Der Arbeitsmarkt bleibt extrem angespannt, aus Sicht der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ein deutliches Zeichen für die anhaltenden Strukturprobleme. Neben den Standortherausforderungen im Inland leidet die Industrie unter den anhaltenden außenwirtschaftlichen Belastungen und Unsicherheiten wie den US-Zöllen, dem weltweiten Protektionismus, den chinesischen Exportbeschränkungen für Seltene Erden und den geopolitischen Spannungen. „Die für bayerische Verhältnisse hohe Arbeitslosenquote von über vier Prozent verdeutlicht, dass die tiefgreifenden Standortprobleme den Wirtschaftsstandort weiter fest im Griff haben. Vor allem in der Industrie ist die Arbeitsmarktlage schwierig. Das verarbeitende Gewerbe bildet mit einem Wertschöpfungsanteil von rund 23 Prozent das Rückgrat der bayerischen Wirtschaft. Die Bundesregierung muss daher umso energischer die Erneuerung unseres Wirtschaftsstandorts vorantreiben, damit wir in Zukunft wieder global wettbewerbsfähiger sind“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt anlässlich der Vorstellung der Arbeitsmarktzahlen für Februar durch die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit.

Die Arbeitslosenquote im Freistaat lag im Februar bei 4,4 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr immer noch um 0,2 Prozentpunkte höher. „Die Arbeitslosenquote bleibt eindeutig zu hoch und hat zudem das höchste Niveau in einem Februar seit über zehn Jahren. Die absolute Zahl an Arbeitslosen hat mit 341.000 sogar den höchsten Wert seit 2010 erreicht. Der Bestand an offenen Stellen liegt zum Jahresbeginn deutlich unter dem Vorjahresniveau“, fasst Brossardt die Lage zusammen.

Laut vbw ist die Situation ernst. „Oberste Priorität muss der Bürokratieabbau haben. Auch wenn einige Initiativen der Bundesregierung bereits in die richtige Richtung gehen, brauchen wir rasch wirksame Fortschritte bei der Entlastung von Unternehmen. Vor allem muss unter allen Umständen ein zusätzlicher Bürokratieaufbau verhindert werden. Außerdem sind die Stromkosten weiterhin zu hoch. Es braucht eine Stromsteuersenkung für alle Branchen. Und letztendlich wird es nicht ohne eine grundlegende Reform der sozialen Sicherungssysteme gehen – allen voran bei der Rente müssen wir endlich umdenken. Nur so bleiben wir auch zukünftig wirtschaftlich erfolgreich und können Arbeitsplätze erhalten“, so Brossardt abschließend.

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