Letzte Aktualisierung: 22. Mai 2026
Pressemitteilung
Afrikanischer Markt bietet große Chancen für die bayerische Wirtschaft / Brossardt: „Wirtschaftliche Zusammenarbeit stärken, Fachkräfteausbildung vertiefen“
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Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. unterstreicht anlässlich des Afrikatags am 25. Mai die wirtschaftlichen Chancen des afrikanischen Kontinents. Mit Blick auf den zunehmenden Protektionismus, allen voran im Handel mit den USA und China, hält sie eine weitere Diversifizierung der Handelspartner für unabdingbar. „Fakt ist: Afrika gewinnt als Absatz- und Beschaffungsmarkt sowie als Investitionsstandort zunehmend an Bedeutung. Die junge und wachsende Bevölkerung des Kontinents, ein dynamisches Wirtschaftswachstum sowie Rohstoffreichtum bieten auch für die bayerische Wirtschaft vielfältige Chancen. Um das volle Wachstumspotenzial des afrikanischen Marktes zu entfalten, braucht es einerseits stärkere Wirtschaftsbeziehungen und andererseits einen erleichterten Zugang deutscher Firmen zum afrikanischen Markt,“ so vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Auch mit Blick auf die bereits bestehende starke Präsenz anderer Staaten vor Ort, allen voran China, fordert die vbw zügige Impulse, um den wirtschaftlichen Austausch zu vertiefen.
Begrüßenswert ist daher der Anfang 2026 vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vorgelegte Reformplan zur Neuausrichtung der Entwicklungspolitik. „Wir müssen in der Entwicklungszusammenarbeit deutlich strategischer denken. Es ist daher gut und richtig, dass die Bundesregierung die Orientierung an deutschen Interessen sowie auch eine fokussierte Schwerpunktsetzung bei der wirtschaftlichen Zusammenarbeit in den Mittelpunkt stellen will. Das gleiche gilt für den geplanten verstärkten Dialog und die Vernetzung von Wirtschaftsakteuren sowie beim Ausbau von Beratungs-, Finanzierungs- und Absicherungsinstrumenten für exportorientierte Unternehmen“, betont Brossardt und fügt hinzu: „Mit diesen Schritten kommen wir der von uns seit Langem schon geforderten Verzahnung von Entwicklungszusammenarbeit und Außenwirtschaftsförderung spürbar näher.“
Zusätzlich betont die vbw die großen Potenziale zur Entschärfung des auf beiden Seiten bestehenden Fachkräftemangels. Die bayerische Wirtschaft setzt sich daher für den Auf- und Ausbau von Bildungsstrukturen auf beiden Seiten ein. Gemeinsam mit der Bayerischen Staatsregierung schuf die vbw im März 2025 das Projekt ‚Hub4Africa‘, um die Zusammenarbeit im Bereich der Fachkräfteausbildung in afrikanischen Staaten zu verstärken. „Ziel ist es einerseits, die beruflichen Qualifikationen der Menschen in Afrika zu verbessern, um ihnen den Einstieg in den afrikanischen Arbeitsmarkt zu erleichtern und Fachkräfte für in Afrika tätige bayerische Unternehmen auszubilden. Andererseits wollen wir auch bayerische Unternehmen dabei unterstützen, ihren Fachkräftemangel in Bayern zu entschärfen. So schaffen wir eine Win-Win-Situation für beide Seiten“, sagt Brossardt.