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Letzte Aktualisierung: 21. Juli 2026

Pressemitteilung

Stärkung der Zusammenarbeit in der Tourismusbranche als Grundlage für nachhaltige Wertschöpfung / Brossardt: „Erfolge keinesfalls durch Mehrbelastungen einer Tourismusabgabe konterkarieren“

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. betonte im Rahmen eines Kongresses die Bedeutung Bayerns als wichtigste deutsche Tourismusregion „Dabei beruht der Erfolg längst nicht mehr allein auf landschaftlicher Attraktivität oder regionaler Tradition. In einer zunehmend vernetzten Welt gewinnt die Fähigkeit, Akteure vor Ort, Regionen und Themenfelder miteinander zu verbinden, immer mehr an Bedeutung. Ein moderner, vernetzter Tourismus verlangt eine koordinierte Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Betrieben, Verbänden und der Politik – mit dem Ziel, das Profil von Reisezielen und Destinationen zu schärfen und ihr Angebot effizienter, sichtbarer und attraktiver zu machen“, erläutert vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt und ergänzt: „Dabei muss die Perspektive der Gäste eingenommen werden. Der Tourist wünscht sich zum Beispiel einheitlich ausgezeichnete Rad- oder Wanderwege – unabhängig von den Gemeindegrenzen.“

Die Zahlen bei Ankünften und Übernachtungen haben im Jahr 2025 das vor Vor-Corona-Rekordjahr 2019 deutlich übertroffen. So betrugen die Gästeübernachtungen knapp 103 Millionen (2019: 101 Millionen). „Der Tourismus schafft und sichert bayernweit rund 600.000 ortsgebundene Arbeitsplätze. Besonders profitiert der ländliche Raum, in dem zwei Drittel der Übernachtungen stattfanden. Die touristische Wertschöpfung sorgt auch in vielen anderen Branchen für Aufträge und Arbeitsplätze: Nutznießer sind Handwerksbetriebe ebenso wie der Einzelhandel, Mobilitätsdienstleistungen und natürlich die Freizeit- und Kultureinrichtungen. Auch die Einheimischen profitieren von den vielfältigen Angeboten. Was den Tourismus stärkt, das stärkt zugleich die ganze Region“, so Brossardt.

Die Tourismuswirtschaft in Bayern ist aus Sicht der vbw gut aufgestellt. Gleichzeitig sieht sich die Branche mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert: der Energiewende, dem Klimawandel, dem Arbeits- und Fachkräftemangel, massiv gestiegenen Preisen sowie wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten. „Die Betriebe sind dabei auf passende Rahmenbedingungen angewiesen. Mit der vollzogenen Senkung des Mehrwertsteuersatzes auf Speisen hat die Bundesregierung ein wichtiges Signal gegeben. Die im Koalitionsvertrag formulierte Flexibilisierung der Arbeitszeit hin zu einer Wochenbetrachtung muss jetzt ebenfalls gesetzlich umgesetzt werden. Keinesfalls dürfen aber die für die Tourismuswirtschaft erreichten Erfolge durch Mehrbelastungen, wie eine Tourismusabgabe konterkariert werden. Bayerische Beherbergungsbetriebe müssen mit ihren Angeboten wettbewerbsfähig bleiben“, fordert Brossardt.

Das Positionspapier Rahmenbedingungen für eine starke Tourismuswirtschaft in Bayern finden Sie hier .

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