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Letzte Aktualisierung: 12. August 2026

Pressemitteilung

Sinnvolle Stärkung der kapitalgedeckten Altersvorsorge / Brossardt: „Frühstartrente ist sinnvolle Ergänzung des umlagefinanzierten Rentensystems – Gießkannen-Prinzip ist problematisch“

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. begrüßt den heutigen Bundeskabinettsbeschluss zur Frühstartrente als Maßnahme zur Stärkung der kapitalgedeckten Altersvorsorge und Ergänzung des umlagefinanzierten Rentensystems. „Mit Blick auf die demografische Entwicklung sehen wir die Einführung der Frühstartrente positiv. Zudem werden dadurch Kinder und Jugendliche bereits früh mit den Möglichkeiten des Kapitalmarkts vertraut gemacht. Neben der Stärkung der Altersvorsorge leistet die Frühstartrente so auch einen Beitrag zur finanziellen Bildung. Größtes Manko ist allerdings, dass dieser Baustein nicht zielgenau wirkt und Mitnahmeeffekte drohen. Die Frühstartrente funktioniert nach dem Gießkannen-Prinzip und orientiert sich nicht an der finanziellen Bedürftigkeit. Dieses Vorgehen ist mit Blick auf die angespannte Haushaltslage kritisch zu beurteilen“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Laut vbw ist es von großer Bedeutung, dass das Altersvorsorgedepot aus der Frühstartrente mit dem Erreichen des 18. Lebensjahrs nahtlos weitergeführt sowie Beiträge eingezahlt werden können. „Für einen nachhaltigen Erfolg des neuen Ansatzes ist eine enge Verzahnung mit der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge entscheidend. Ob dies auch gelingt, zeigt sich, wenn die ersten Jahrgänge volljährig werden, die den Anspruch auf die Frühstartrente haben. Zudem müssen die jungen Erwachsenen über die Optionen der geförderten privaten Altersvorsorge informiert werden“, sagt Brossardt.

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