Letzte Aktualisierung: 27. Juli 2026
Pressemitteilung
Mit neuen Fertigungskonzepten schneller, kostengünstiger und ressourcenschonender bauen / Brossardt: „Bessere Rahmenbedingungen für serielles und modulares Bauen nötig“
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Auf einer Kooperationsveranstaltung der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. mit dem Bayerischen Bauindustrieverband hat vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt die Vorteile seriellen und modularen Bauens unterstrichen: „Nicht nur zur Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum ist der Einsatz von industriellen Verfahren sinnvoll und effizient. Auch im Straßenbau oder beim Bau von Schienenwegen, Brücken und Kasernen lässt sich mit einer standardisierten Bauweise schneller, kostengünstiger und ressourcenschonender bauen, sanieren und instandhalten.“
Christian Bernreiter MdL, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, sagte: „Sowohl beim Wohnen als auch beim staatlichen Bauen und der Verkehrsinfrastruktur sind wir wie selten zuvor auf schnelle und effiziente Prozesse angewiesen: Serielle und modulare Bauweisen können hier einen wertvollen Beitrag leisten! Gemeinsam mit der bayerischen Baubranche gehen wir diesen Weg: Serielle und modulare Bauweisen verkürzen Bauzeiten, senken Kosten und nutzen Ressourcen nachhaltiger – in Summe wird so auch die heimische Bauwirtschaft wettbewerbsfähiger und schafft gleichzeitig die Grundlage für innovative Produkte und zukunftsfähige Prozesse. Als Freistaat haben wir hier eine Doppelrolle: Als Gesetzgeber schaffen wir verlässliche Rahmenbedingungen – als Auftraggeber und Bauherr setzen wir sie gemeinsam mit unseren Partnern in der Bauwirtschaft in die Praxis um.“
Thomas Schmid, Hauptgeschäftsführer, Bayerischer Bauindustrieverband e. V., erläuterte: „Der überwiegende Teil der von der heutigen Bauwirtschaft erstellten Gebäude sind nach wie vor Unikate, individuell entworfen und gebaut von Hand wie vor 50 Jahren, was der aktuellen Situation von Wohnungsmarkt und Verkehrsinfrastruktur nicht mehr gerecht wird. Mit modularen und seriellen Bausystemen stellt die Bauindustrie eine umfassende Toolbox zur Verfügung, mit der Kosten und Bauzeit sowohl im Wohnungs- als auch im Verkehrswegebau wirksam reduziert werden können, und das mit einer deutlichen Verbesserung der Ausführungsqualität.“
Um die Potenziale seriellen und modularen Bauens auch wirklich breit nutzen zu können, fordert die vbw Anpassungen der Rahmenbedingungen für Bauprojekte insgesamt: „Wir brauchen mehr Mut, Tempo und Pragmatismus beim Bauen. Auf der Bundesebene muss jetzt endlich der Gebäudetyp E kommen. Dieser verzichtet auf nicht unbedingt notwendige Standards, ohne dass Qualität und Sicherheit der Gebäude beeinträchtigt werden. Erleichterungen im Vergaberecht sowie die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren sind weitere wichtige Schritte. Vor allem aber müssen staatliche Vorgaben immer auch die Wirtschaftlichkeit mit im Blick haben und grundsätzlich technologieoffen ausgerichtet sein“, erklärte Brossardt.