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Letzte Aktualisierung: 11. Juni 2026

Pressemitteilung

vbw warnt vor Belastungen im transatlantischen Handel / Hubert: „Es geht um nicht weniger als die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Bayern“

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. sieht die bayerische Wirtschaft vor großen Herausforderungen stehen. Beim SummerTalk 2026 der vbw Bezirksgruppe Mittelfranken in Nürnberg, einer Kooperationsveranstaltung mit dem Deutsch-Amerikanischen Institut Nürnberg e. V., warnte Harald Hubert, Vorsitzender der vbw Bezirksgruppe Mittelfranken, vor den Folgen der erratischen US-Zollpolitik und den wachsenden Belastungen für den Standort Bayern: „Wir befinden uns an einem wirtschaftspolitischen Kipppunkt. Die USA bleiben mit Exporten von über 26 Milliarden Euro im Jahr 2025 Bayerns wichtigster Auslandsmarkt. Zugleich gingen die bayerischen Ausfuhren in die Vereinigten Staaten im Jahresdurchschnitt 2025 um knapp zehn Prozent zurück, in den ersten beiden Monaten 2026 lagen sie sogar um 20 Prozent unter Vorjahr. Besonders betroffen sind Automobilindustrie, Maschinenbau und ihre Zulieferer, die stark in globale Wertschöpfungsketten eingebunden sind.“

Die vbw betont, dass Unternehmen Planungssicherheit brauchen, und fordert deshalb klare politische Konsequenzen auf drei Ebenen. „Erstens muss die Diversifizierung der Außenhandelsbeziehungen konsequent vorangetrieben werden. Zweitens braucht es Verlässlichkeit in der transatlantischen Partnerschaft sowie den Abbau von Handelshemmnissen. Drittens sind tiefgreifende Reformen am Standort Deutschland notwendig. Dazu zählen: weniger Steuern, niedrigere Lohnkosten, bezahlbare Energie, mehr Arbeitszeitflexibilität und ein spürbarer Abbau von Bürokratie. Offene Märkte, weniger Regulierung und mehr Wettbewerbsfähigkeit sind die Grundlage für Wohlstand und Beschäftigung in Bayern“, so Hubert.

Mit besonderem Blick auf Mittelfranken waren sich die Teilnehmenden der Veranstaltung einig: Die Region ist wirtschaftlich stark, international geprägt und auf offene Märkte angewiesen. „Gerade unsere Unternehmen in Mittelfranken benötigen daher verlässliche Rahmenbedingungen. Wer Investitionen ermöglicht, Wertschöpfung und sichere Arbeitsplätze erhalten will, muss jetzt handeln statt abwarten. Denn am Ende geht es nicht nur um einzelne Branchen, sondern um die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Bayern“, betont Hubert.

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