Letzte Aktualisierung: 23. Oktober 2019

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Britische Freihandelsabkommen mit Nicht-EU-Staaten im No-Deal-Szenario

Im Falle eines No-Deals finden EU-Handelsabkommen mit Drittstaaten, von denen UK als EU-Mitgliedsstaat profitiert, keine Anwendung mehr auf das Vereinigte Königreich. Das britische Handelsministerium steht mit mehreren Nicht-EU-Staaten in Verhandlungen zu Freihandelsabkommen, um das gewohnte Handelsvolumen mit diesen Staaten auch nach einem harten Brexit zu gewährleisten. Inzwischen sind mit den folgenden Staaten / Länderblöcken sogenannte „Continuity Free Trade Agreements“ verhandelt worden:

  • Andenstaaten (Ecuador, Kolumbien, Peru)
  • CARIFORUM (Karibikstaaten)
  • Zentralamerika (Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama)
  • Chile
  • ESA (Madagaskar, Mauritius, Seychellen, Zimbabwe)
  • Färöer-Inseln
  • Georgien
  • Island und Norwegen
  • Israel
  • Libanon
  • Liechtenstein
  • Papua-Neuguinea und Fidschi
  • Palästinensische Autonomiegebiete
  • SACU+M (Botswana, Swasiland, Lesotho, Mosambik, Namibia, Südafrika)
  • Schweiz
  • Südkorea
  • Tunesien

Die genannten Abkommen replizieren so weit wie möglich bereits bestehende EU-Handelsabkommen, um Kontinuität im Handel mit Gütern und Dienstleistungen weiterhin zu gewährleisten. In Kraft treten werden sie aber erst, nachdem UK die EU verlassen hat. Das britische Handelsministerium erklärte, dass Verhandlungen mit einigen anderen Nicht-EU-Staaten z.B. Japan oder der Türkei nicht rechtzeitig vor dem 31. Oktober 2019 abgeschlossen sein werden. Dieser Handel wird im Falle eines No-Deals unter die Bestimmungen der WTO fallen.


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Tatjana Vargas

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