Letzte Aktualisierung: 23. Juni 2021

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MINT-Frühjahrsreport: MINT-Fachkräftelücke steigt wieder

Nach dem Rückgang der MINT-Fachkräftelücke im Herbst 2020 steigt die Nachfrage nach MINT-Fachkräften wieder deutlich: Die MINT-Lücke, also die Differenz zwischen dem Arbeitsplatz- und dem Arbeitskräfteangebot, steigt nach einem Tiefstand im Herbst 2020 von 109.000 erneut an und beträgt im April 145.100. Langfristig wird der Bedarf aufgrund von Demografie, Digitalisierung und der Dekarbonisierung erheblich steigen.

Besonders groß ist die Lücke in den Energie-/Elektroberufen mit 48.200, Bauberufen mit 31.000 und IT-Berufen mit 29.000. Im Bereich Maschinen/Fahrzeugbau sind die Engpässe im Vergleich eher gering mit 11.300.

Die Ergebnisse sind Teil des MINT-Frühjahrsreports 2021 (zum Download rechts), der am 27. Mai 2021 vorgestellt wurde.

MINT-Nachwuchs durch Corona-Pandemie gefährdet

Die Corona-Pandemie gefährdet langfristig den MINT-Nachwuchs. Auswirkungen auf den schulischen Unterricht und in der Berufs- und Studienorientierung beeinflussen die Berufsauswahl. Im akademischen Bereich fehlen MINT-Studienanfänger*innen. Hier zeigen sich die Auswirkungen der geringeren ausländischen Studienanfänger*innen in Deutschland, die gerade in MINT-Bereichen stark vertreten sind.

Beschäftigtenanteil der über 55-Jährigen steigt weiter

Der Anteil der MINT-Beschäftigten im Alter ab 55 Jahren an allen MINT-Beschäftigten ist in den letzten Jahren bundesweit kontinuierlich gestiegen. Ende 2012 betrug er 15,1 Prozent und ist bis Ende September 2020 auf 20,8 Prozent angestiegen.

Beschäftigung von Frauen in den MINT-Berufen steigt

Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen in MINT-Berufen ist um 23,3 Prozent gestiegen. Der Frauenanteil in den MINT-Berufen insgesamt hat sich zwischen Ende 2012 und Ende September 2020 von 13,8 Prozent auf 15,4 Prozent erhöht.

Über den MINT-Report des IW Köln

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln erstellt den Report zwei Mal im Jahr im Auftrag der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, des Bundesverbands der Deutschen Industrie, des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall und der Initiative „MINT Zukunft schaffen“.


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Sabitha Lorenz

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