Letzte Aktualisierung: 20. November 2020

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MINT-Herbstreport: IT-Fachkräfte weiterhin sehr begehrt

Die Corona-Krise macht sich auch bei den MINT-Fachkräften bemerkbar: Die MINT-Lücke, also Differenz zwischen dem Arbeitsplatz- und dem Arbeitskräfteangebot, verringerte sich im Oktober gegenüber dem langjährigen Mittel um 54 Prozent auf 108.700 (von 193.500 im Februar 2020). Langfristig wird der Bedarf aufgrund der Demografie, der Digitalisierung und der Dekarbonisierung jedoch wieder erheblich steigen.

Die dargestellten Ergebnisse sind Teil des MINT-Herbstreports 2020 (zum Download rechts), der am 19. November 2020 vorgestellt wurde.

Strukturelle Verschiebungen: IT-Experten weiterhin gesucht und hohe MINT-Lücke in den Bau-Berufen

Besonders stark ist im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt die Lücke in den Maschinen- und Fahrzeugbauberufen mit minus 89 Prozent und in den Metallberufen mit minus 95 Prozent gesunken.

Ein völlig anderes Bild zeigt sich jedoch bei den Elektro- und Energie-, den Bau- und den IT-Berufen. Dort bleiben die Lücken auf einem hohen Niveau.

Der Produktionsstopp in vielen Industrieunternehmen hat dazu geführt, dass die besonders stark mit der Produktion verknüpften MINT-Fachkräfte einen deutlichen Rückgang der Fachkräftelücke zu verzeichnen hatten. MINT-Experten, die stärker in den Forschungs- und Entwicklungsbereichen tätig sind, war der Rückgang der Lücke vergleichsweise gering.

Beschäftigtenanteil der über 55-Jährigen steigt

Der Anteil der MINT-Beschäftigten im Alter ab 55 Jahren an allen MINT-Beschäftigten ist in den letzten Jahren bundesweit kontinuierlich gestiegen. Ende 2012 betrug er 15,1 Prozent und ist bis Ende März 2020 auf 20,5 Prozent angestiegen.

Beschäftigung von Frauen in den MINT-Berufen steigt

Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen in MINT-Berufen um knapp 23 Prozent gestiegen. Der Frauenanteil in den MINT-Berufen insgesamt hat sich zwischen Ende 2012 und März 2020 von 13,8 Prozent auf 15,3
Prozent erhöht.

Über den MINT-Report des IW Köln

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln erstellt den Report zwei Mal im Jahr im Auftrag der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, des Bundesverbands der Deutschen Industrie, des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall und der Initiative „MINT Zukunft schaffen“.


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Simona Riester

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