Letzte Aktualisierung: 30. November 2018

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MINT-Herbstreport 2018: Fachkräftelücke weiterhin groß

Den deutschen Unternehmen fehlten im Oktober 2018 rund 337.900 Arbeitskräfte im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT). Das ist der höchste Wert seit Beginn der Erhebung im Jahr 2011. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Anzahl der fehlenden MINT-Fachkräfte um knapp 14,3 Prozent angestiegen. Insbesondere im IT-Bereich gibt es erhöhten Bedarf. Zu diesem Ergebnis kommt der MINT-Herbstreport 2018, der am 26. November 2018 vorgestellt wurde. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln erstellt den Report zwei Mal im Jahr im Auftrag der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, des Bundesverbands der Deutschen Industrie, des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall und der Initiative „MINT Zukunft schaffen“.

Ausgewählte Ergebnisse

  • Ende Oktober 2018 waren in den MINT-Berufen insgesamt rund 496.200 Stellen zu besetzen. Gegenüber Oktober 2017 stieg diese Zahl um etwa 5,9 Prozent. Dies bedeutet einen neuen Höchststand seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Arbeitslosigkeit in den MINT-Berufen ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken, insgesamt waren etwa 160.280 Personen ohne Arbeitsverhältnis – das waren 16.300 oder 9,2 Prozent weniger als im Herbstreport 2017.

  • Die Struktur der MINT-Lücke hat sich in den vergangenen Jahren verändert: Der Mangel an Nichtakademikern (Facharbeiter, Meister, Techniker) ist eklatanter geworden. Ihr Anteil an den insgesamt 337.900 fehlenden Fachkräften liegt derzeit bei etwa 68,6 Prozent.

  • Die Digitalisierung sorgt insbesondere für eine hohe Nachfrage im IT-Bereich: Zwischen Oktober 2015 und Oktober 2018 hat sich die Zahl der fehlenden IT-Experten von 19.500 auf etwa 40.500 mehr als verdoppelt.

  • Seit Ende 2012 hat die Zuwanderung in hohem Maße zur MINT-Fachkräftesicherung beigetragen. Ohne das hohe Beschäftigungswachstum unter Ausländern in den MINT-Berufen würden heute zusätzlich 173.600 MINT-Kräfte fehlen. Vor allem in den akademischen MINT-Berufen hat die Zuwanderung zur Fachkräftesicherung beigetragen.

  • Die Zahl der MINT-Absolventen ist leicht gesunken: Ihr Anteil an allen Erstabsolventen deutscher Hochschulen hat sich von 35,1 Prozent im Jahr 2015 auf 33,0 Prozent reduziert. 2017 erwarben etwa 30.900 Frauen einen Erstabschluss in einem MINT-Fach, der Frauenanteil unter allen MINT-Erstabsolventen ist damit von 29,7 Prozent auf 30,2 Prozent leicht gestiegen, befindet sich aber immer noch auf zu geringem Niveau.

Bewertung der bayerischen Arbeitgeberverbände

Die Fachkräftesicherung im MINT-Bereich bleibt eine der größten wirtschaftlichen Herausforderungen. Die bayerischen Arbeitgeberverbände wirken Fachkräfteengpässen seit Jahren mit einer Vielzahl an Projekten entgegen. Dass dies der richtige Weg ist, zeigt sich unter anderem darin, dass die Studierenden-Zahlen in MINT-Studiengängen an bayerischen Hochschulen seit Jahren steigen.

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MINT-Herbstreport 2018

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