Letzte Aktualisierung: 22. Juli 2021

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Girls' Day Akademie 2020/21 – Technikbegeisterung für Mädchen in Bayern

Mit dem zu Ende gehenden Schuljahr 2020/21 kommen auch die Girls' Day Akademien an den 19 bayerischen Standorten zu einem Abschluss. Aus diesem Anlass fanden im Juli die Abschlussveranstaltungen mit den Teilnehmerinnen, deren Familien sowie Vertreter*innen von bayme vbm und anderen Kooperationspartnern statt. Gekrönt wurden die Abschlussfeiern mit einer feierlichen Zertifikatsübergabe. Insgesamt haben 209 Schülerinnen, 21 Schulen und 58 Unternehmen aus ganz Bayern an der Girls' Day Akademie im Schuljahr 2020/2021 teilgenommen.

Zum Abschluss der Girls' Day Akademien 2020/21 zog bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt eine positive Bilanz und betonte: „Derzeit sind rund 26 Prozent der Beschäftigten in der bayerischen M+E Industrie weiblich, deutschlandweit sogar nur rund 20 Prozent. Wir wollen, dass noch mehr Frauen den Weg in technische Berufe und damit in die bayerischen M+E Unternehmen finden. Dafür müssen wir zum einen über die sehr guten Rahmenbedingungen in der M+E Industrie informieren. Die bayerische M+E Industrie steht für hohe Übernahmequoten und sehr gute Verdienste. Zum anderen müssen wir Frauen noch besser als bisher an die ‚Männerdomäne Technik‘ heranführen. Die Girls' Day Akademie ist eine erfolgreiche Initiative, um schon bei jungen Mädchen Begeisterung für Technik zu wecken.“

Win-Win für Schülerinnen und Unternehmen

In dem gemeinsamen Projekt von bayme vbm, der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit und dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie bekommen Schülerinnen der Jahrgangsstufen 7 bis 11 die Möglichkeit, ein Jahr vertiefte Berufsorientierung zu erleben.

Die Girls' Day Akademien werden als Kooperationsmodell zwischen einer teilnehmenden Schule, mehreren Unternehmen und einer weiterführenden Schule oder Hochschule durchgeführt. Im Laufe von 120 Stunden haben die Schülerinnen so die Möglichkeit, die M+E Arbeitswelt praxisnah zu erleben, Geschlechterstereotype abzubauen, technische Fähigkeiten zu erproben und Schlüsselqualifikationen zu trainieren. Ein besonderes Highlight war in diesem Jahr die digitale MINT-Werkstatt mit Dr. Suzanna Randall, Astrophysikerin und Astronautin. Sie könnte 2022 die erste deutsche Frau im Weltall werden und war daher ein besonders faszinierendes Vorbild für die teilnehmenden Mädchen.

Angesichts der Corona-Pandemie setzt die Girls' Day Akademie verstärkt auf vielfältige digitale Konzepte und Angebote, wie Webinare oder angeleitete Home-Experimente. Auch die Eltern erhalten im Rahmen eines Online-MINT-Elternabends in ihrer Rolle als Unterstützer im Berufsorientierungsprozess ihrer Töchter Informationen über die Chancen für Frauen in MINT-Berufen.

„Das Projekt bietet Vorteile für alle Seiten: Die Schülerinnen lernen Tätigkeiten aus M+E Berufen praxisnah kennen und die Unternehmen können sich als attraktiver Arbeitgeber gegenüber potenziellen Azubis präsentieren“, resümiert Bertram Brossardt.

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Sarah Schmoll

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