Letzte Aktualisierung: 16. Juli 2020

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Klima 2030. Nachhaltige Innovationen.

Klimaneutralität bis 2050

Unter den derzeitigen Voraussetzungen und Minderungszusagen des Weltklimavertrags ist bis zum Ende des Jahrhunderts mit einem Temperaturanstieg von 3,1 bis 3,5 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu rechnen. Um die globale Erwärmung möglichst auf 1,5°C zu begrenzen und somit das Risiko von Hitzewellen, Starkregenereignissen und anderen klimawandelbedingten Folgen und Gefahren zu mindern, müssen sich alle Staaten zu angemessenen Klimazielen bekennen. Vor diesem Hintergrund haben sich Bayern, Deutschland und Europa nun das Ziel gesetzt, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen.

Zielbild 2030 – positiv, realistisch und technologiegetragen

Entscheidend ist, dass der Weg zu einer weitgehenden Treibhausgasneutralität nachhaltig gestaltet wird, d.h. dass neben ökologischen Aspekten auch ökonomische und soziale Gesichtspunkte berücksichtigt werden. Der Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft entwirft deshalb im Rahmen seines aktuellen Schwerpunktthemas ein positives, realistisches und technologiegetragenes Zielbild 2030 für Bayern und Deutschland. Dieses soll als Zwischenschritt auf dem Weg zur Klimaneutralität im Jahr 2050 dienen.

Eine dem Thema zugrundeliegende Studie zeigt insbesondere auf, welche Chancen für die bayerische und deutsche Wirtschaft in neuen Technologien, innovativen Ansätzen oder Geschäftsmodellen liegen, die einen Beitrag zu Klimaschutz, Klimaanpassung und Nachhaltigkeit leisten. Mit dem Erstellen der Studie sind die Prognos AG, die EconSight GmbH, die Twin Economics GmbH und die GWS Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung mbH beauftragt.

Weitere Informationen zum Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft finden Sie auf www.vbw-zukunftsrat.de

Fakten zum Klimawandel
Der Klimawandel gehört zu den größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Die untere Atmosphäre und die Ozeane erwärmen sich, Permafrostböden tauen, Gletscher und Eisschilde schmelzen und der Meerespiegel steigt. Die Fakten sind wissenschaftloch belegt (IPCC 2018):

  • Die bodennahe Lufttemperatur ist seit Ende des 19. Jahrhunderts weltweit deutlich gestiegen
  • Jedes der letzten drei Jahrzehnte war sukzessiv wärmer als alle vorangehenden Jahrzehnte seit 1850
  • Bis heute hat sich die globale Lufttemperatur insgesamt um etwa 1°C gegenüber vorindustriellen Werten erhöht
  • Natürliche Faktoren, wie Schwankungen in der Sonnenaktivität oder Vulkanismus, können den gemessenen Anstieg der globalen Oberflächentemperatur nicht ausreichend erklären.

Der Einfluss des Menschen ist ein erheblicher Faktor für die Erwärmung, die in erster Linie auf den Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre seit der Industrialisierung zurückzuführen ist. Der Fokus internationaler und nationaler Klimaziele und -schutzmaßnahmen liegt deshalb vor allem auf der Einsparung von CO2 und anderen Treibhausgasen.


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