Letzte Aktualisierung: 28. August 2019

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Bayerische M+E Industrie: Ausbildungsrekord 2019 – leichter Rückgang 2020

Am 05. August 2019 hat Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm, die Zahlen der aktuellen M+E Ausbildungsumfrage vorgestellt. Der Ausbildungsstellenmarkt in Bayerns Metall- und Elektroindustrie bewegt sich weiter auf Rekordniveau. Nach dem Rekordwert von 2018 wird 2019 nochmals eine Steigerung erreicht. Die Zahlen zeigen: Bayern ist eine Chancengesellschaft. "Ausbildung hat in der bayerischen M+E Industrie einen enormen Stellenwert, um dem Fachkräftemangel und dem demografischen Wandel zu begegnen", so Brossardt.

Ausbildung auf Rekordniveau

Für 2019 wird in der bayerischen M+E Industrie mit rund 16.700 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen gerechnet. Dies entspricht einem Allzeithoch. "Die Zahl entspricht einer Steigerung von 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr", erklärte Bertram Brossardt bei der Vorstellung der M+E Ausbildungszahlen und der Ergebnisse der halbjährlichen Unternehmensumfrage. Nach der aktuellen Prognose wird es 2020 erstmals seit 2014 jedoch wieder einen leichten Rückgang an neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen geben.

Mangel an geeigneten Bewerbern

Die Umfrage verdeutlicht: Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge könnte sogar noch höher sein, wenn es mehr geeignete Bewerber gäbe. Denn von den 34 Prozent der Unternehmen, deren Anzahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge im Vergleich zu 2018 zurückgegangen ist, gaben knapp 61 Prozent als Begründung an, dass es an geeigneten Bewerbern mangelte. Auffällig ist insbesondere, dass dieser Wert im Vergleich zu der M+E Umfrage im Herbst 2018 deutlich gestiegen ist. Knapp 37 Prozent gaben an, dass es zu wenige Bewerber gab.

Hohe Übernahmequote in der bayerischen M+E Industrie

Die traditionell hohe Übernahmequote in der bayerischen M+E Industrie ist weiterhin exzellent. 2019 übernehmen knapp 94 Prozent der Unternehmen ihrer Auszubildenden. Brossardt erklärte: "Knapp drei Prozent der Auszubildenden haben das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen."

Hingegen wurde das Arbeitsverhältnis nur in knapp zwei Prozent der Fälle auf Wunsch des Unternehmens nicht weitergeführt. Auch 2020 planen die Unternehmen, den Großteil der Auszubildenden dauerhaft an sich zu binden: für 2020 rechnen die bayerischen M+E Arbeitgeber mit einer Übernahmequote von knapp 97 Prozent.

Umsetzung von 4.0-relevanten Inhalten durch die Berufsschule

Die beruflichen Schulen leisten einen wesentlichen Beitrag zur inhaltlich fundierten Ausbildung jedes einzelnen Auszubildenden. Die beruflichen Schulen versuchen seit jeher, einen starken Anwendungsbezug herzustellen. Das macht es generell erforderlich, dass die beruflichen Schulen über eine angemessene technische Ausstattung verfügen, die den Anforderungen von Industrie 4.0 nahekommt.

Knapp 33 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass die bayerischen Berufsschulen unmittelbar relevantes Wissen für die Arbeit mit und in der Industrie 4.0 vermitteln. Bei 31 Prozent der Berufsschulen ist dies aktuell in Planung. Brossardt betonte: "Diese Quote zeigt, dass es sich hier um einen kontinuierlichen Förderprozess handelt. Es bedarf zusätzlicher Investitionen und der Bereitstellung von weiteren Mitteln, um am Ende allen Berufsschulen in Bayern die notwendige technische Ausstattung zu ermöglichen und diese auch up to date zu halten."

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