Letzte Aktualisierung: 06. April 2017

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Bewährte Ausbildungsberufe an die Digitalisierung anpassen

Die Digitalisierung ist zentraler Treiber für unternehmerisches Wachstum und Wertschöpfung. Um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern und in Zukunft weiter auszubauen, müssen bayerische Unternehmen für die Herausforderungen, die die Digitalisierung in allen Sektoren von Wirtschaft und Gesellschaft mit sich bringt, gerüstet sein. Auf dem Weg zu Industrie 4.0 und einer Gesellschaft 4.0, in der alle wichtigen Lebensbereiche digitalisiert sind, ändern sich die Anforderungen an die Unternehmen und an jeden einzelnen Arbeitnehmer.

Studie „Industrie 4.0 – Auswirkungen auf Aus- und Weiterbildung in der Metall- und Elektroindustrie“

Am 19. April 2016 stellten bayme vbm die von Prof. Dr. Georg Spöttl und seinem Team erstellte Studie „Industrie 4.0 – Auswirkungen auf Aus- und Weiterbildung in der Metall- und Elektroindustrie“ vor. Eine wesentliche Handlungsempfehlung der Studie war die Überarbeitung von Industrie 4.0-relevanten Berufen.

Sozialpartnervereinbarung

Im April 2016 haben Gesamtmetall, IG Metall, VDMA und ZVEI eine Sozialpartnervereinbarung abgeschlossen. Auf dieser Basis wurden von den Vereinbarungspartnern im Rahmen eines agilen Verfahrens Handlungsempfehlungen für die Aus-, Fort- und Weiterbildung zum Thema „Ausbildung und Qualifizierung für Industrie 4.0 – Den Wandel erfolgreich gestalten – in der Metall- und Elektroindustrie“ erstellt.

Einschätzung und Handlungsempfehlung der Sozialpartner

Ausbildung und Fortbildung in der Metall- und Elektroindustrie müssen aktualisiert werden, damit sie auch für die Welt von Industrie 4.0 passen – aber es braucht dafür keine neuen Berufsbilder. Eine Aussage, die auch durch unsere Studie unterstützt wird. Vielmehr müssen die Curricula um neue Inhalte erweitert werden, zum Beispiel um die Themen Datensicherheit und Big Data. Dazu sollen die Ausbildungsordnungen der industriellen Metall- und Elektroberufe im Rahmen einer Teilnovellierung überarbeitet werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass künftig der Umgang mit digitaler Arbeit gelingt. Für weitergehende Anforderungen in einzelnen Berufen sollen Zusatzqualifikationen vorgesehen werden. Das haben Gesamtmetall, VDMA, ZVEI und IG Metall als Sozialpartner für Ausbildung und Qualifizierung in der M+E Industrie in gemeinsam erarbeiteten Handlungsempfehlungen vorgeschlagen.

Umsetzungshilfen

Zusätzlich halten es die verantwortlichen Sozialpartner für wichtig, Umsetzungshilfen für die Ausbildung im Kontext von Digitalisierung und Industrie 4.0 bereitzustellen und fachdidaktische und medientechnische Konzepte für Schule und Betrieb zu erstellen.

Die Vorschläge sollen nun mit den zuständigen Bundesministerien und Entscheidungsträgern abgestimmt und in einem „agilen" Verfahren zügig umgesetzt werden. Ziel soll es laut Gesamtmetall und der beteiligten Partner sein, dass die Unternehmen vom August 2018 an in den aktualisierten Berufen ausbilden können. bayme vbm unterstützen diesen Vorschlag.

Kontinuierliche Überprüfung und bedarfsgerechte Anpassung der Berufsbilder

Die Sozialpartner stellen sich damit ihrer Aufgabe, die Berufsbilder in der M+E-Industrie kontinuierlich zu überprüfen und bedarfsgerecht anzupassen. Gleichzeitig verweisen sie aber auch auf die innovative Struktur der aktuellen Berufe, die den Betrieben eine hohe Flexibilität bei der Ausbildung sichert und die heutigen Anforderungen von Industrie 4.0 weitgehend einschließt.

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Agiles Verfahren - Handlungsempfehlungen der Sozialpartner

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Ansprechpartner
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Tina Wehrle

Berufliche Bildung, Weiterbildung und Projekte

+49 (0)89-551 78-222
Tina Wehrle
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