Letzte Aktualisierung: 25. März 2022

Information

Höhere Zuschüsse für "Fit for Work – Chance Ausbildung"

Fit for work

Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration unterstützt mit dem Programm Fit for Work – Chance Ausbildung als Teil der Allianz für starke Berufsbildung in Bayern gezielt die Ausbildungschancen von Jugendlichen, die Probleme beim Eintritt in den Ausbildungsmarkt haben.

Ziel der Fördermaßnahme

Gefördert werden Ausbildungsbetriebe in Bayern, die Jugendlichen aus der Zielgruppe eine betriebliche Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf (BBiG, HwO) ermöglichen. Mit der Förderung soll das besondere Engagement der Betriebe für die Zielgruppe belohnt und ein Anreiz gegeben werden, dass die Betriebe zusätzliche Unterstützungsangebote für die Auszubildenden finanzieren, wie z. B. Nachhilfestunden oder Deutschkurse.

Die Förderung von betrieblichen Ausbildungsstellen für benachteiligte Jugendliche erfolgt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). Gefördert werden die Kosten der vom Betrieb geschuldeten Ausbildungsvergütung. Eine Doppelförderung ist nicht möglich, wenn dem Betrieb für dasselbe Ausbildungsverhältnis ein Zuschuss aus dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ gewährt wird.

Die Förderung ist möglich für Betriebe in Bayern, die nach BBiG oder HwO ausbilden. Gefördert werden Ausbildungsverhältnisse mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus der Zielgruppe, die spätestens am 30. April 2022 beginnen, mit einem Zuschuss in Höhe von 260 Euro monatlich. Die Förderung ist längstens bis 31.12.2022 möglich. Die Auszahlung erfolgt nach Ende des Förderzeitraums.

Zielgruppe

Zur förderfähigen Zielgruppe zählen:

  • sogenannte Altbewerber*innen, die die allgemeinbildende Schule/Wirtschaftsschule beendet im Kalenderjahr 2020 oder früher beendet haben, oder Jugendliche, die eine berufliche Ausbildung ohne Abschluss beendet haben, oder Jugendliche, die ihren Ausbildungsbetrieb (z. B. wegen Insolvenz) wechseln, jeweils mit höchstens qualifizierendem Abschluss einer Mittelschule (Quali). Zu den Altbewerbern zählen z. B. Jugendliche an Berufsschulen/ Förderberufsschulen, die eine Berufsintegrationsklasse (BIK), ein Berufsintegrationsjahr (BIJ), ein Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) oder eine Klasse für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz (JoA) besuchen.
  • Jugendliche, die im Kalenderjahr 2021 die allgemeinbildende Schule/Wirtschaftsschule ohne Abschluss oder eine Praxisklasse beendet haben.
  • Jugendliche, die im Kalenderjahr 2021 die allgemeinbildende Schule/Wirtschaftsschule mit höchstens qualifizierendem Abschluss einer Mittelschule (Quali) beendet haben
  • und wenn diese Schulabgänger einen Ausbildungsvertrag ab dem 01. August 2021 und spätestens am 30. April 2022 abgeschlossen haben (Unterschriftsdatum auf dem Berufsausbildungsvertrag) und das Ausbildungsverhältnis laut Berufsausbildungsvertrag frühestens am 1. August 2021 und spätestens am 30. April 2022 beginnt.
  • Jugendliche in einem Teilzeitausbildungsverhältnis,
  • Jugendliche, die während der Ausbildung mit der SGB III Leistung Assistierte Ausbildung (AsA) unterstützt werden. Die Bewilligung der SGB III Leistung muss spätestens zum 30.04.2022 erfolgen und der Betrieb muss innerhalb von drei Monaten nach Bewilligung der AsA-Leistung den Förderantrag stellen.

Das 25. Lebensjahr darf bei Ausbildungsbeginn noch nicht vollendet sein. Zur förderfähigen Zielgruppe gehören auch Jugendliche aus EU-/EWR-Staaten sowie aus Drittstaaten, sofern letztere bei Ausbildungsbeginn einen gesicherten Aufenthaltsstatus haben.

Weitere Infos finden Sie hier.

Fristen

Der Förderantrag muss bis spätestens drei Monate nach Beginn der Berufsausbildung bei der Bewilligungsbehörde eingehen, beim Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS), Hegelstraße 2, 95447 Bayreuth. Informationen für interessierte Betriebe gibt das ZBFS immer vormittags über die Telefon-Hotline 0921/60 53 388.


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Isabell Grella

Berufliche Bildung, Weiterbildung und Projekte

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