Letzte Aktualisierung: 24. Juli 2020

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Positive Bilanz des bayernweiten Projekts "Girls' Day Akademie"

In den letzten Wochen des zurückliegenden Schuljahres fanden wieder die Abschlussveranstaltungen der Girls' Day Akademien in ganz Bayern statt. Die Umsetzung war in diesem Jahr besonders: Zum ersten Mal wurden die Abschlussveranstaltungen online durchgeführt. Über die gängigen Konferenzsysteme war es trotz der besonderen Anforderungen aufgrund der Corona-Pandemie möglich, dass die Absolventinnen der Girls' Day Akademie einen feierlichen Abschluss ihrer einjährigen Berufsorientierungsphase begehen konnten.

Die Girls' Day Akademie bietet Schülerinnen der 7. bis 10. Klasse die Möglichkeit, über ein Schuljahr den M+E-Bereich näher kennen lernen zu können. Ihre Erlebnisse während dieser Zeit präsentierten die Teilnehmerinnen zum Abschluss der Akademien ihren Eltern, Lehrern und Unternehmensvertretern bei den 16 regionalen Abschlussveranstaltungen.

Mehr junge Frauen für Technik begeistern

Die Agentur für Arbeit, Betriebe der M+E Branche, weiterführende Schulen sowie Universitäten und Hochschulen bieten den Teilnehmerinnen der Girls‘ Day Akademie die Chance, durch Praxisnähe, Projektarbeit und Persönlichkeitsentwicklung ihre Talente im M+E-Bereich zu entdecken und zu entwickeln. Gleichzeitig sollen das Selbstvertrauen der Mädchen gestärkt und Karrierewege in den technischen Berufen aufgezeigt werden.

bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt erklärte: „Derzeit sind rund 26 Prozent der Beschäftigten in der bayerischen M+E Industrie weiblich, deutschlandweit nur rund 20 Prozent. Wir wollen, dass noch mehr Frauen den Weg in technische Berufe und damit in die bayerischen M+E Unternehmen finden. Dafür müssen wir zum einen über die sehr guten Rahmenbedingungen in der M+E Industrie informieren. Die bayerische M+E Industrie steht für hohe Übernahmequoten und sehr gute Verdienste. Zum anderen müssen wir Frauen noch besser als bisher an die ‚Männerdomäne Technik‘ heranführen. Die ‚Girls‘Day Akademie‘ ist eine erfolgreiche Initiative, um schon bei jungen Mädchen Begeisterung für Technik zu wecken.“

Ablauf einer Girls’ Day Akademie

Die Teilnehmerinnen absolvierten dabei über 120 Stunden neben dem regulären Unterricht für Projekte, Betriebsbesichtigungen und Bewerbungstrainings. Einmal in der Woche treffen sich die Teilnehmerinnen am Nachmittag, erproben ihre technischen Fähigkeiten und erhalten einen Einblick in die Berufe der Metall- und Elektro-Industrie. Zum Beispiel besuchen die Teilnehmerinnen die kooperierenden Unternehmen und erstellen dort ein Werkstück. Auszubildende erzählen von ihrem Berufsalltag und erläutern den Schülerinnen, was hinter ihrem Ausbildungsberuf steckt. Außerdem werden die Teilnehmerinnen der Akademie in Schlüsselqualifikationen geschult und durchlaufen ein Bewerbungstraining.

Girls Day Akademie: Eine Erfolgsgeschichte

Die Girls' Day Akademie startete in Bayern das erste Mal im Schuljahr 2013/2014 mit sieben Realschulen. Seitdem wurde das Projekt auf weitere Schulen ausgeweitet, sodass seit dem Schuljahr 2019/2020 nun 21 Schulen aus allen sieben Regierungsbezirken an der Girls‘ Day Akademie teil. Bisher konnten über 1.000 Schülerinnen errreicht werden. Auch die Eltern sind eine wichtige Zielgruppe des Projekts: Bei sogenannten MINT-Elternabenden wird das Projekt von kooperierenden Unternehmen, Role Models und Projektleiter*innen vorgestellt. Hauptförderer sind bayme vbm, die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit sowie das Bayerische Wirtschaftsministerium fördern das Projekt ebenfalls mit.

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Simona Riester

Integration von Geflüchteten, MINT-Talentförderung, Projekte

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