Letzte Aktualisierung: 06. August 2021

Information

Ausbildungssituation in der bayerischen M+E Industrie

Am 03. August 2021 hat bayme vbm vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt die Zahlen zur aktuellen Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt sowie die Ergebnisse der aktuellsten Ausbildungsumfrage in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie vorgestellt.

Ausbildungsentwicklung in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie

Die repräsentative Befragung unter bayme vbm Mitgliedsunternehmen ergab die Prognose von 13.568 abgeschlossenen Ausbildungsverträgen für das Ausbildungsjahr 2021. Dies bedeutet einen Rückgang von rund 1,6 Prozent. 2020 war der Rückgang um 13,6 Prozent noch deutlicher ausgefallen. 2022 wird das Niveau im Vergleich zu 2021 wieder ansteigen.

„Die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe ist weiterhin hoch“, kommentierte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm, die Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen und fügte hinzu: „Die Betriebe nehmen ihre Verantwortung sehr ernst, setzen auf Nachwuchssicherung und bieten den jungen Menschen gute Perspektiven. Allerdings belasten Unsicherheiten und der Transformationsdruck die Unternehmen. Auch wird der Aufholprozess von einem massiven Mangel an Material und Vorprodukten gebremst.“

Fast 60 Prozent der Unternehmen nannten den Mangel an geeigneten Bewerber*innen als Ursache für weniger Ausbildungsverträge. 41 Prozent gaben an, dass sich zu wenige Bewerber*innen gemeldet hatten. Die wirtschaftliche Lage war für ein Viertel der Betriebe ein Grund für den Rückgang.

Ausbildungsvergütung in der bayerischen M+E Industrie

Die tarifliche Ausbildungsvergütung ist in der M+E Industrie sehr attraktiv. Insgesamt beträgt das Azubigehalt durchschnittlich rund 1.111 Euro.

Übernahmequote

Die Übernahmesituation ist weiterhin gut: über 90 Prozent der befragten M+E Unternehmen übernahmen ihre Azubis 2021 befristet oder unbefristet.

Ausbildungsgestaltung in Corona-Zeiten

81,4 Prozent der bayerischen M+E Unternehmen haben mindestens eine Maßnahme für die Ausbildungsgestaltung in Corona-Zeiten ergriffen. Die Maßnahmen sind insbesondere Homeoffice (73,8 Prozent) und digitale Ausbildungsveranstaltungen (46,7 Prozent).

Recruiting in Corona-Zeiten

Knapp 83 Prozent der bayerischen M+E Unternehmen geben an, dass sie bislang mindestens eine Maßnahme für das Recruiting in Corona-Zeiten ergriffen haben. 51,8 Prozent wollen auch nach Corona digitale Bewerbungsgespräche durchführen. 52,8 Prozent werden Berufseignungstests nutzen. Etwa 61 Prozent werden sich an digitalen Veranstaltungen, z. B. Berufsorientierungsmessen, beteiligen.


Drucken
Kontakt
Kontakt

Isabell Grella

Berufliche Bildung, Weiterbildung und Projekte

+49 (0)89-551 78-222
Isabell Grella
Nach oben