Letzte Aktualisierung: 10. August 2018

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Konjunkturpressegespräche der Metall- und Elektro-Industrie: Lage sehr gut, konjunktureller Zenit überschritten

Im Rahmen von Pressegesprächen in allen sieben bayerischen Regierungsbezirken haben die Metall- und Elektro-Arbeitsgeberverbände bayme vbm eine aktuelle Umfrage unter ihren Mitgliedsunternehmen zur konjunkturellen Lage präsentiert. Demnach zeigt sich diese in sehr guter Verfassung. „Die aktuelle Lageeinschätzung steht auf einem Rekordhoch. Die Geschäftserwartungen für das kommende Halbjahr sind hingegen eingetrübt. Zahlreiche Risikofaktoren belasten die Aussichten unserer Unternehmen: Protektionismus, Fachkräftemangel und Materialknappheit werden zu echten Wachstumsbremsen“, erläuterten die beteiligten bayme vbm Vertreter des Ehrenamts.

Fachkräftemangel bedroht Wachstum

Die bayerische M+E Industrie beschäftigt aktuell über 860.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, so viele wie noch nie. Bis zum Jahresende 2018 wird ein Zuwachs von insgesamt 20.000 Stellen erwartet. Und die Unternehmen wollen weiter Arbeitsplätze aufbauen. Rund jedes zweite plant im zweiten Halbjahr zusätzliche Fachkräfte einzustellen. Gleichzeitig warnen die M+E Arbeitgeber vor dem wachsenden Arbeitskräftemangel. Bereits drei Viertel der Betriebe werden durch Fachkräfteengpässe in ihrer Produktions- und Geschäftstätigkeit beeinträchtigt, jeder vierte sogar erheblich. Gesucht werden vor allem Ingenieure, Informatiker und IT-Facharbeiter. „Der Fachkräftemangel bremst unser Wachstum. Jedes zweite Unternehmen hat bereits Produktionsverzögerungen. Rund 30 Prozent unserer Unternehmen müssen Aufträge ablehnen. Das sind besorgniserregende Ergebnisse“, so das Fazit der Unternehmer.

Außerdem bereitet das internationale Umfeld Sorgen. So sehen 90 Prozent der Unternehmen im Protektionismus die größte Beeinträchtigung für ihre Geschäftstätigkeit. „Ein Handelskrieg durch Zölle und weitere Beschränkungen wäre Gift für unsere Industrie. Wir bekennen uns daher klar zum Freihandel. Dieser bringt Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand – und zwar für alle“, so das einhellige Urteil der Unternehmer.

Gespräche stoßen auf positive Resonanz

Bei den gut besuchten regionalen Pressegesprächen haben die Verbände 25 Medien erreicht. Folgende Unternehmer repräsentierten die Verbände:

In Oberbayern (Oberland): Dieter Faust, Vorsitzender der bayme vbm Region Oberland, Geschäftsführer Diehl Aviation Gilching GmbH; Jürgen Müller, Mitglied des Vorstands der bayme Region Oberland, Geschäftsführer PARItec GmbH; Dietmar Ahl, Geschäftsführer Günter Bechtold GmbH.

In Oberbayern (Südost-Bayern): Anton Klaus Kathrein, Vorsitzender der bayme vbm Region Südost-Bayern und Vorstandsvorsitzender der Kathrein SE; Irene Wagner, Mitglied des Vorstands der bayme Region Südost-Bayern und Geschäftsführende Gesellschafterin psm protech GmbH & Co. KG; Klaus Rutz, Mitglied des Vorstands der bayme vbm Region Südost-Bayern, Geschäftsführer ECOLAB Engineering GmbH.

In Niederbayern: Wolfram Hatz, Vorsitzender des Vorstands bayme vbm Niederbayern, Vorsitzender des Beirats und Gesellschafter der Motorenfabrik Hatz GmbH & Co. KG.

In Oberfranken: Willi-JosefFerfers, Mitglied im Vorstand der vbm Region Oberfranken-Ost und Geschäftsführer der Stahl- und Drahtwerk Röslau GmbH.

In der Oberpfalz: Dr. Stefan Klumpp, Vorsitzender der bayme vbm Region Oberpfalz, Vorstand der
HAMM AG.

In Mittelfranken: Frank A.Bergner, Vorstandsvorsitzender der bayme vbm Region Südost-Mittelfranken und Geschäftsführender Gesellschafter der RICHARD BERGNER Holding GmbH & Co. KG.

In Unterfranken: Martin Johannsmann, Vorstandsvorsitzender der bayme vbm Region Main und Rhön und Vorsitzender der Geschäftsführung der SKF GmbH.

In Schwaben: Hirohito Imakoji, Vorstandsvorsitzender der bayme vbm Region Allgäu, Geschäftsführer Liebherr Elektronik GmbH.


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Tobias Kochta

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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