Letzte Aktualisierung: 15. Oktober 2021

Studie

Rohstoffsituation der bayerischen Wirtschaft

Für die bayerische Industrie ist die zuverlässige Versorgung mit Rohstoffen eine wichtige Grundlage ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Die Verfügbarkeit von Rohstoffen in ausreichender Menge und zu wirtschaftlich vertretbaren Kosten muss gesichert sein.

Herausforderung Rohstoffsicherung

Die natürlichen Ressourcen sind begrenzt, gleichzeitig nimmt der Rohstoffbedarf weltweit zu. Viele Erzeugnisse der Industriebetriebe in Bayern enthalten Rohstoffe, die nur in wenigen Regionen der Welt vorkommen, wie zum Beispiel Seltene Erden. Sie werden insbesondere bei Zukunftstechnologien, beispielsweise für Energiespeicher, Beleuchtungssysteme oder in der Informationstechnologie eingesetzt. Ein Versorgungsengpass bei diesen Rohstoffen kann ganze Wertschöpfungsketten lahmlegen und damit enormen Schaden verursachen.

Fallstudien Elektromobilität und Smartphone: neue Technologien und Recycling im Fokus

Die vorliegende aktualisierte Version unserer Studie analysiert den Status quo. Sie illustriert an den Fallbeispielen Elektromobilität und Smartphone, welche Verschiebungen sich im Zuge des technologischen Wandels ergeben können und nennt entscheidende Weichenstellungen für eine sichere Rohstoffversorgung. Dabei wird auch auf das Thema Recycling verstärkt eingegangen.

Rohstoffsicherung durch Unternehmen

Die Sicherung der Versorgung mit Rohstoffen ist zunächst einmal Aufgabe jedes einzelnen Unternehmens. Mit langfristigen Lieferverträgen, diversifizierten Bezugswegen und einer laufenden Erforschung und Entwicklung von Substitutions- und Recyclingstrategien kommen sie ihr nach. Die Unternehmen stoßen hier jedoch häufig an ihre Grenzen.

Rohstoffmärkte offenhalten

Wichtigste Aufgaben der Europäischen Union sowie nationaler politischer Institutionen sind daher das Offenhalten der Rohstoffmärkte sowie die Pflege guter Beziehungen zu rohstoffreichen Ländern. Protektionistischen Tendenzen muss entgegengetreten und auf einen Abbau von Handelshemmnissen gedrungen werden. Zudem müssen die Grundlagenforschung zum effizienten Rohstoffeinsatz sowie zu Substitutionsmöglichen gefördert und in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft zukunftsfeste Recyclingkonzepte entwickelt werden.


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Dr. Peter Pfleger

Umwelt, Verkehr, Rohstoffe, Verbraucherschutz

+49 (0)89-551 78-249
Peter Pfleger
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