Letzte Aktualisierung: 08. Februar 2019

Information

Startschuss für das Zukunftsforum Automobil

Die Automobilindustrie steht vor mehreren gewaltigen Herausforderungen gleichzeitig: Digitalisierung, Elektrifizierung und Sharing sind nur markante Beispiele für einen tiefgreifenden Wandel, der sich auf verschiedenen Ebenen gleichzeitig vollzieht und stark von Regulierung geprägt ist. Die Auswirkungen auf die bayerischen Unternehmen und den Standort hat der vbm in den Studien Zukünftige Herausforderungen für die bayerische Automobilindustrie und Veränderungen der bayerischen Automobilindustrie durch automobile Megatrends analysiert.

Politik und Wirtschaft nur zusammen erfolgreich

Die Studien zeigen, dass unsere Leitindustrie auch für den Transformationsprozess gut aufgestellt ist, der Anpassungsdruck aber einzelne Unternehmen überfordern kann. Damit das nicht geschieht, müssen Politik und Wirtschaft an einem Strang ziehen. Ihr gemeinsames Verständnis haben Staatsregierung, Vertreter der Bayerischen Automobilhersteller sowie großer Zulieferer, vbm und IGM bereits im Pakt zur Zukunft der Fahrzeugindustrie in Bayern bekräftigt, der am 21. Juni 2018 unterzeichnet wurde. Darin bekennen sich die Unterzeichner dazu, die führende Position als Premiumstandort, Technologie- und Innovationsführer im Fahrzeugbau zu erhalten, und damit sowohl Wertschöpfung als auch zukunftsfeste Arbeitsplätze sicherzustellen.

Gesamtstrategie bis Sommer 2019

Diese gemeinsame Absicht gilt es nun in konkrete Handlungsansätze umzusetzen. Dazu haben am 04. Februar 2019 Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger die Unterzeichner des Pakts zur Auftaktveranstaltung des Zukunftsforums Automobil eingeladen. In den kommenden Wochen sollen in verschiedenen Arbeitsgruppen Projekte definiert werden, die die bayerischen Unternehmen im Wandel unterstützen. Adressiert werden dabei alle zentralen Fragen, von den Antriebssystemen über die Digitalisierung und neue Mobilitätslösungen bis zur Qualifizierung der Mitarbeiter. Dabei sollen insbesondere auch die vielen bayerischen Zulieferer im Fokus stehen. Auf Basis der Empfehlungen aus den Arbeitsgruppen will die Staatsregierung ihre Gesamtstrategie zum Automobilstandort erarbeiten. Schon im Sommer 2019 soll der Prozess abgeschlossen sein.

vbm Präsident Alfred Gaffal betonte anlässlich der Veranstaltung, dass der Staat in erster Linie innovationsfreundliche Rahmenbedingungen schaffen müsse. Dazu zähle auch Technologieoffenheit bei den Antriebssystemen. Je stärker die Politik regulierend in den Markt eingreife, desto mehr sei sie dann auch gefordert, die Unternehmen bei einer zukunftsfähigen Ausrichtung zu unterstützen. Der vbm wird sich in die Arbeiten auch weiterhin einbringen.


Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Christine Völzow

Leiterin Abteilung Wirtschaftspolitik
Digitalisierung

+49 (0)89-551 78-249
Christine Völzow
nach oben