Letzte Aktualisierung: 24. Oktober 2018

Studie

Zukünftige Herausforderungen für die bayerische Automobilindustrie

Zukünftige Herausforderungen für die bayerische Automobilindustrie

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Automobilindustrie im Wandel

Die Automobilindustrie steht mitten in einem grundlegenden Wandel, der verschiedene Ebenen gleichzeitig betrifft: die Entwicklung emissionsärmerer Antriebssysteme, zunehmende Automatisierung und Vernetzung der Fahrzeuge sowie neue Nutzungskonzepte wie das Car Sharing. Jede dieser Herausforderungen für sich kann den heutigen Markt grundlegend verändern, und sie müssen alle gleichzeitig bewältigt werden.

Chancen und Herausforderungen für Zulieferer

Gerade ein unter Emissionsgesichtspunkten forcierter Hochlauf der Elektromobilität wirft die Frage auf, ob und wie sich die bayerische Automobilindustrie ihre heutige Stärke auch in Zukunft erhalten kann. Das gilt für die Hersteller, insbesondere aber auch für die vielen Zulieferer. Mit der vorliegenden Untersuchung wollen wir also klären, wie sich der weltweite Markt in den nächsten beiden Jahrzehnten entwickelt – je nachdem, wie schnell insbesondere die Marktdurchdringung durch batterieelektrische Fahrzeuge erfolgt – und wie zukunftsfähig das heutige Portfolio der bayerischen Unternehmen vor diesem Hintergrund ist. Erstellt wurde die vbw bayme vbm Studie von Prof. Ferdinand Dudenhöffer, CAR - Center Automotive Research, Universität Duisburg Essen.

Die Ergebnisse zeigen, dass Handlungsbedarf besteht, aber kein Anlass zur Panik: Die deutlich überwiegende Mehrheit unserer Zulieferer ist durch die Veränderungsprozesse bei den Antriebstechnologien in mittlerem Maße bis gar nicht gefährdet. Einige werden allerdings einen klaren Strategiewechsel benötigen. Hier gilt es, Alternativen aufzuzeigen und die Betriebe zu unterstützen.

Beauftragt wurde die vorliegende Studie bereits zu einem Zeitpunkt, als eine Quotenregelung für Elektrofahrzeuge bzw. ein Zulassungsverbot für Neufahrzeuge mit Verbrennungsmotor ab 2030 bei uns mit einiger Wahrscheinlichkeit erwartet werden konnten. Letztlich zeigt das entsprechende Szenario, dass mit einer solchen Regelung nicht nur Wertschöpfung und Beschäftigung eingebüßt, sondern auch ganz konkret mittelständische Unternehmen in ihrer Existenz bedroht würden.

Wachstumsorientierte Rahmenbedingungen schaffen

Entscheidend ist also, dass wir Rahmenbedingungen für unsere Leitindustrie schaffen, die möglichst alle Unternehmen im Wandel mitnehmen: von einem innovationsfreundlichen Rechtsrahmen für autonomes Fahren über eine Förderung der Erforschung und Entwicklung von neuen Antriebstechnologien bis zum Verzicht auf eine überschießende Klimaschutzregulierung in Berlin und Brüssel. Damit kann die bayerische Automobilindustrie auch in Zukunft Wertschöpfung und Beschäftigung am Standort sichern.

Weitere Studie zum Thema

Parallel haben wir eine weitere Untersuchung erstellen lassen, die die Perspektiven der bayerischen Automobilindustrie unter einem anderen Blickwinkel beleuchtet und die wirtschaftliche Bedeutung des bayerischen Auto-Clusters analysiert. Im Kern gelangen beide Studien zu sehr ähnlichen Ergebnissen.


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Ansprechpartner
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Christine Völzow

Leiterin Abteilung Wirtschaftspolitik
Digitalisierung

+49 (0)89-551 78-249
Christine Völzow
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