Letzte Aktualisierung: 23. November 2018

Position

Arbeit und Leben – Lebensphasen tariflich gestalten

Jeder Arbeitnehmer hat entsprechend seiner individuellen Lebensphasen, von der Ausbildung bis zur Rente, unterschiedliche Interessenschwerpunkte. Die Tarifverträge der bayerischen
Metall- und Elektroindustrie tragen diesen Anforderungen an vielen Stellen bereits Rechnung, jeweils unter Berücksichtigung der betrieblichen Belange.

Arbeitsbedingungen kreativ anpassen

Die Gestaltung lebensphasenorientierter Arbeitsbedingungen ist ein Wettbewerbsfaktor und wird künftig noch mehr an Bedeutung gewinnen, wenn es darum geht, Arbeitskräfte zu halten und neue Fachkräfte zu gewinnen. Diese lebensphasenorientierten Arbeitsbedingungen helfen dabei, Arbeit und Freizeit für alle Beteiligten sinnvoll zu kombinieren und führen zu einer stärkeren Identifizierung mit dem Unternehmen. Dies wirkt sich nicht nur positiv auf die Loyalität der Arbeitnehmer aus, sondern hilft auch, hohe Fluktuationsraten zu vermeiden. Die Betriebe können lebensphasenorientierte Arbeitsbedingungen nutzen, um die Arbeitskräfte unter Berücksichtigung der betrieblichen Produktions- und Arbeitszeitzyklen bestmöglich einzusetzen.

In der Tarifrunde 2018 wurden unter anderem mit dem Tarifvertrag Langzeitkonten und dem Tarifvertrag Mobiles Arbeiten weitere tarifliche Optionen für die Unternehmen geschaffen. Zudem wurden im Manteltarifvertrag deutlich verbesserte Möglichkeiten für die Vergabe von 40-Stunden-Verträgen vereinbart.

Es besteht aber auch Reformbedarf. Ausgangspunkt und Grenze für alle Überlegungen
bleibt die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit, um langfristig Arbeitsplätze und Wertschöpfung am Standort Bayern zu bewahren und neu zu schaffen.


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