Letzte Aktualisierung: 02. Juli 2020

Position

Der M+E Tarifvertrag der Zukunft

Der M+E Tarifvertrag der Zukunft stärkt den sozialen und betrieblichen Frieden, schafft Rechts- und Planungssicherheit und vermeidet Verteilungskonflikte in einzelnen Unternehmen. Er stellt die Leitbedingungen für die Branche.

Tarifvertrag muss auf Mindestbedingungen zurückgeführt werden

Die Akzeptanz des Flächentarifvertrags durch die Unternehmen und Arbeitnehmer hängt mehr denn ja davon ab, dass die getroffenen Regelungen die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen beachten und die Heterogenität von Branchen und Regionen als Mindestbedingungen abbilden. Den Tarifvertragsparteien obliegt insoweit eine weitreichende Verantwortung bei der Gestaltung kollektiver Arbeitsbedingungen.

Kostenentlastung für Hochfahren der Betriebe schaffen

Der M+E Tarifvertrag der Zukunft muss auf eine Vielzahl von aktuellen Herausforderungen wie Digitalisierung, Globalisierung und erhöhte Volatilität reagieren und praxisorientierte Lösungen anbieten. Die aktuelle Corona-Pandemie hat tiefgreifende Auswirkungen auf alle Wirtschaftsbereiche. Insbesondere bei einem „Hochfahren“ der Betriebe muss jede verfügbare Möglichkeit der Kostenentlastung für die Unternehmen genutzt werden. (Entgelt-)Flexibilität und ausreichend betriebliche Spielräume sind dafür unabdingbar.

Betriebsnahe Tarifpolitik nötig

Dazu ist ein Tarifpartner erforderlich, der diese Punkte durch betriebsnahe Tarifpolitik kreativ aufgreift. Falsch wäre es, dabei nur nationale, kurzfristige Besserstellungen für die eigene Klientel zu fordern und umzusetzen und die internationalen Herausforderungen nicht bzw. nicht genügend zu berücksichtigen.

Modernisierung des Flächentarifvertrags muss fortgesetzt werden

Trotz einiger positiver Neuregelungen in den Tarifverträgen bei der Erhöhung der Arbeitszeiten darf die Modernisierung der Tarifverträge nicht stagnieren, sondern muss konsequent mit Blick auf die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen fortgesetzt werden.


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