Letzte Aktualisierung: 26. Oktober 2017

Position

Gewerkschaftsbonus verhindern

Bei Bonusregelungen für Gewerkschaftsmitglieder handelt es sich um tarifliche Regelungen, die eine Mitgliedschaft in der tarifschließenden Gewerkschaft zur anspruchsbegründenden Voraussetzung macht. Gleichzeitig werden nicht- oder andersorganisierte Arbeitnehmer ausgeschlossen.

Die IG Metall hat auf ihrem Gewerkschaftstag im Oktober 2015 beschlossen, ein Konzept zum zukünftigen Umgang mit Bonusregelungen für Gewerkschaftsmitglieder sowohl in den Verhandlungen über Flächentarifverträge als auch Anerkennungstarifverträgen zu erstellen. Wir lehnen solche Regelungen in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie strikt ab.

Bonusregelungen für Gewerkschaftsmitglieder sind ein tarifpolitischer Irrweg. Die Forderung nach Extraleistungen nur für Gewerkschaftsmitglieder ist ein Eingriff in die negative Koalitionsfreiheit, spaltet die Belegschaft und verringert die Akzeptanz von Tarifverträgen. Langfristig führt dies zu einer Schwächung der Tarifbindung.

In unserer Position "Gewerkschaftsbonus verhindern" haben wir die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts sowie die Argumente gegen Bonusregelungen zusammengefasst.


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Enno Schad

Geschäftsführer Tarif / Kollektive Arbeitsbedingungen / Arbeitswissenschaft

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Enno Schad
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