Letzte Aktualisierung: 02. Mai 2019

Position

Mehr Flexibilität – Anforderungen an tarifliche Arbeitsbedingungen

Der Flächentarifvertrag ist ein wichtiges Instrument zur Regelung der kollektiven Arbeitsbedingungen einer ganzen Branche. Die Akzeptanz von Flächentarifverträgen sinkt jedoch. Unternehmen stehen heute in einem immer größeren, schnelleren und volatileren Wettbewerb. Dem müssen auch tarifliche Arbeitsbedingungen Rechnung tragen.

Flexibilität als Stellschraube für Wettbewerbsfähigkeit

Neben der Höhe der Entgeltabschlüsse und der Kostenbelastung für die Unternehmen ist Flexibilität die Stellschraube, um international wettbewerbsfähig zu sein und langfristig Arbeitsplätze und Wertschöpfung am Standort Bayern und Deutschland zu bewahren und neu zu schaffen.

Notwendig sind flexible Tarifverträge, die die Heterogenität unserer Industrie und der Regionen als Mindestbedingungen abbilden. Aus diesem Grund sehen die Tarifverträge der bayerischen Metall- und Elektroindustrie bereits heute betriebliche Flexibilisierungsmöglichkeiten durch Öffnungsklauseln vor.

Flexibilisierung der Tarifverträge ausweiten

Durch die in der Tarifrunde 2018 abgeschlossenen Regelungen wurden die Öffnungsklauselnzwar ausgeweitet, jedoch darf die Reform der Flächentarifverträge im Hinblick auf eine noch betriebsnähere Ausgestaltung nicht stehen bleiben. Um den Flächentarifvertrag attraktiv und wettbewerbsfähig zu gestalten, müssen die Flexibilisierungsmöglichkeiten weiter ausgeweitet werden.

Unsere Position bündelt die Forderungen des vbm zu einer Ausweitung der Öffnungsklauseln in den Tarifverträgen der bayerischen M+E Industrie.


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Enno Schad

Geschäftsführer Tarif / Kollektive Arbeitsbedingungen / Arbeitswissenschaft

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Friedbert Warnecke

Tarifrecht / -beratung, Altersteilzeit

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