Tag der Vollbeschäftigung

Behauptungen im RealitätsCheck

Täglich begegnen uns Behauptungen und vermeintliche Fakten, die wir hier einem RealitätsCheck unterziehen. Lesen Sie selbst.

Vernichtet die Digitalisierung Arbeitsplätze?

Nein. Diese Befürchtung ist völlig unbegründet.
Die Digitalisierung ist eine Chance für die Arbeitswelt.

Mit der Digitalisierung entstehen neue Arbeitsplätze

Das zeigt die Erfahrung der 1980 / 90er Jahre: Schon damals bestand die Furcht, dass mit der zunehmenden Automatisierung in großem Umfang Arbeitsplätze verloren gehen. Doch das Gegenteil war der Fall: Mit 43,8 Mio. Erwerbstätigen bzw. 31,9 Mio. sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt die Beschäftigung in Deutschland im Jahr 2016 auf Rekordniveau. In den letzten 20 Jahren entstanden 3,4 Millionen zusätzliche sozialversicherungspflichtige Jobs, die Zahl der Erwerbstätigen erhöhte sich um 5,5 Millionen. Auch in Bayern sind die aktuell 7,3 Mio. Erwerbstätigen und 5,4 Mio. Beschäftigten historische Rekordwerte. Im Vergleich zu 1995 ist das ein Plus von 1,1 Millionen Beschäftigten und 1,6 Millionen Erwerbstätigen.

Natürlich werden sich mit der Digitalisierung die Tätigkeiten und Berufsbilder ändern, aber es werden auch neue Berufe und Tätigkeitsfelder entstehen. Roboter unterstützen die Beschäftigten und nehmen ihnen körperlich belastende Tätigkeiten ab. Dies hilft uns auch angesichts des bevorstehenden Fachkräftemangels.

Durch die Digitalisierung wird die Produktion effizienter, die Produktivität steigt. Damit können wir dem hohen Kostenniveau in Deutschland und Bayern begegnen. Dies trägt wesentlich dazu bei, dass Wertschöpfung und Produktion an unserem heimischen Standort gesichert wird.

Bedroht der Freihandel unsere Arbeitsplätze?

Nein. Das Gegenteil ist der Fall. Jeder vierte Arbeitsplatz hängt vom Export ab.

Bayern profitiert vom Freihandel

Mittlerweile haben wir in Bayern fast Vollbeschäftigung. Das liegt auch daran, dass die bayerischen Unternehmen weltweit vernetzt sind und viele Waren und Güter ins Ausland exportieren. Dadurch sind viele neue Arbeitsplätze bei uns entstanden. Etwa jeder vierte Arbeitsplatz hängt heute in Deutschland vom Export ab. Bayern profitiert in besonderem Maße von offenen Märkten und einem Abbau von Handelshemmnissen.

Wie gut ein Freihandelsabkommen funktionieren kann, zeigt die Partnerschaft mit Südkorea. Seit Inkrafttreten des Abkommens im Jahr 2011 sind die EU-Ausfuhren nach Südkorea um 55 Prozent gestiegen. Gleichzeitig konnten die europäischen Unternehmen Einsparungen in Höhe von 2,8 Milliarden Euro erzielen, die wiederum in Forschung und Entwicklung investiert werden können.

Ist man in Bayern nicht mehr sicher?

Nein. Bayern ist eines der sichersten Bundesländer in Deutschland.

Die Sicherheitslage bleibt gut

Gemessen am deutschlandweiten Vergleich aus dem Jahr 2015 ist Bayern eines der sichersten Bundesländer. Die Aufklärungsquote der bayerischen Polizei beträgt 2016 knapp 63,7 Prozent* und stieg damit um 0,9 Prozent. Darüber hinaus will die Bayerische Staatsregierung 2.000 zusätzliche Polizeistellen bis zum Jahr 2020 schaffen.

* ohne Verstöße gegen Aufenthalts-, Asyl- und Freizügigkeitsgesetz

Bezahlen Reiche keine Steuern?

Nein. Ganz im Gegenteil. Die zehn Prozent der einkommensstärksten Haushalte bezahlen 33 Prozent der Steuern.

Der Steuerbeitrag steigt deutlich mit dem Einkommen

Die zehn Prozent einkommensstärksten Haushalte verfügen über 22 Prozent der Einkommen, tragen aber 33 Prozent zum Einkommensteueraufkommen bei. Das einkommensstärkste Prozent der Haushalte finanziert aus nur neun Prozent der Einkommen sogar 21 Prozent- des Einkommensteueraufkommens.

Die einkommensschwächere Hälfte der Haushalte verfügt über immerhin 21 Prozent der Einkommen, trägt aber zum Lohn- und Einkommensteueraufkommens nur sechs Prozent bei. Insgesamt steigt der Steuerbeitrag der Einkommensgruppen mit dem Einkommen deutlich.

Ist Deutschland ein ungerechtes Land?

Nein. Ganz im Gegenteil. Die Einkommensgleichheit ist in Deutschland seit 2005 gestiegen.

Der soziale Ausgleich in Deutschland funktioniert

Die Lohnungleichheit geht seit 2005 deutlich zurück. Ausschlaggebend für diesen Rückgang ist die gestiegene Erwerbsbeteiligung. Der Beschäftigungsaufbau führt dazu, dass mehr Menschen über ein Arbeitseinkommen verfügen – dadurch geht die Ungleichheit zurück. Seit 2011 sind insbesondere die Einkommen in den unteren Einkommensgruppen gestiegen.

Im internationalen Vergleich weist Deutschland ein geringes Maß an Nettoeinkommens-ungleichheit auf (Platz 7 unter 20 OECD Staaten). Das ist ein klarer Beleg dafür, dass der soziale Ausgleich in Deutschland funktioniert.

Verschwindet die Mittelschicht?

Nein. Die Mittelschicht ist über die letzten zehn Jahre in Deutschland stabil geblieben.

Jeder Zweite in Deutschland zählt zur Mittelschicht

Unabhängig von der Abgrenzung zeigt sich, dass der Anteil derer, die auf Grund ihres Einkommens zur Mittelschicht zählen, über die letzten zehn Jahre stabil geblieben ist. Selbst bei einer engen Abgrenzung der Mittelschicht – also einem Einkommen, das zwischen 80 und 150 Prozent des mittleren Einkommens in Deutschland liegt – zählt jeder Zweite in Deutschland zur Mittelschicht.

Betrachten wir beispielhaft die Bevölkerungsgruppe „Paar mit Kind“: Um zur Mittelschicht zu gehören, muss das personengewichtete Haushaltseinkommen abhängig vom Wohnort zwischen 1.900 und 7.910 Euro liegen – das gilt für 85 Prozent dieser Gruppe.

Die Schere zwischen Arm und Reich geht also nur in den Köpfen der Menschen auseinander. Empirische Befragungen zeigen, dass die Bevölkerung die Einkommensunterschiede in Deutschland falsch einschätzen. So glauben mehr als die Hälfte der Befragten, dass die Einkommen in Deutschland extrem ungleich verteilt sind. Eine Einschätzung, die nicht der Realität entspricht. Der Anteil der unteren Einkommen ist zwar in den letzten Jahren leicht gestiegen, aber das ist kein Beleg für einen Abstieg von der Mittelschicht in die Armut.

Sind die Deutschen unzufrieden?

Nein. Die Deutschen sind so zufrieden wie schon lange nicht mehr.

West- und Ostdeutsche immer zufriedener

Auf einer Skala von 0 bis 10 Punkten lag der Zufriedenheitswert zuletzt (2015) bei 7,5 Punkten im Durchschnitt. In Westdeutschland lag der Wert bei 7,6 Punkten im Durchschnitt – der höchste Wert seit dem Beginn der Messung in 1984. In Ostdeutschland lag der Wert bei 7,35 Punkten – die Lebenszufriedenheit in Ost- und Westdeutschland nähert sich sukzessive an.

Der Grund für die seit 2004 deutlich gestiegene Zufriedenheit liegt darin, dass wir in Deutschland trotz aller gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen viele Krisen erfolgreich gemeistert haben. Anders als in vielen anderen Ländern hat zum Beispiel die Finanz- und Wirtschaftskrise nicht zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt und die Wirtschaft in Deutschland nicht aus dem Takt gebracht.

Haben wir ungleiche Bildungschancen?

Nein. Im Vergleich zu den Eltern erreichen immer mehr Deutsche einen Bildungsaufstieg.

Immer mehr junge Deutsche sind besser ausgebildet als ihre Eltern

Der Anteil junger Menschen ohne Berufsabschluss geht seit Jahren zurück. Von 16,5 Prozent in 2005 auf 12,7 Prozent in 2014. Auch die Chancen für einen Aufstieg sind gestiegen: Von den 35- bis 44-Jährigen haben 29,1 Prozent im Vergleich zum Vater und 40,4 Prozent im Vergleich zur Mutter einen Bildungsaufstieg erreicht.


Es ist ein Glück, in Bayern zu arbeiten.

Die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber.

Ansprechpartner
Ansprechpartner

Stefanie Zormaier

Operations, Marketing, IKT Chief Digital Officer

+49 (0)89-551 78 91-274
Stefanie Zormaier
Beschäftigung

Zehn Fakten zum 1. Mai

Wir geben faire Arbeit
Faktenblatt | PDF
Unser Selbstverständnis
Wertekanon | PDF Selbstverpflichtung | PDF

Follow us!

nach oben