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Autor*in des Beitrags

Christine Völzow

Geschäftsführerin, Leiterin der Abteilung Wirtschaftspolitik

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Monitoring der deutschen Gasbilanz

Energie / Umwelt, Rohstoffe und Ressourcen | Studie | 29.09.2022

Monitoring der deutschen Gasbilanz

In unserer Ende Juni 2022 veröffentlichten Studie Folgen einer Lieferunterbrechung von russischem Gas für die deutsche Industrie haben wir ein Szenario untersucht, in dem ab Anfang Juli gar kein Erdgas mehr aus Russland importiert wird. Die daraus resultierenden erheblichen Engpässe in der Industrie hätten mit hoher Wahrscheinlichkeit zu massiven Wertschöpfungsverlusten geführt.

Update der Gasbilanz

Bekanntlich ist weiter russisches Erdgas nach Deutschland geflossen, wenngleich bei weitem nicht im vertraglich vereinbarten Umfang. Auch die Anstrengungen zu Erschließung alternativer Bezugsquellen, Substitution und Einsparung wurden intensiv fortgesetzt. Diese Entwicklungen der letzten Monate fließen in das vorliegende Update der Gasbilanz ein, um ein aktuelles Bild zu zeichnen.

Zwischenstand im September: die Gaslücke ist kleiner geworden, aber Entwarnung nicht angezeigt

Insgesamt zeigt sich, dass wir mittlerweile besser vorbereitet sind. Entwarnung ist jedoch nicht angezeigt, zumal mit den aktuellen Erdgaspreisen in Teilen der Unternehmen keine wirtschaftliche Produktion mehr möglich ist, so dass eine ökonomische Gaslücke droht. Die mutmaßlichen Anschläge auf die Nord Stream Pipelines verdeutlichen zudem, dass die leitungsgebundene Infrastruktur verletzlich ist und daher auch physische Unterbrechungen weiterhin zu den möglichen Szenarien gehören.

Monitoring der deutschen Gasbilanz