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Autor*in des Beitrags

Stefanie Eizenberger

Presse- / Öffentlichkeitsarbeit

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Pressemitteilung | 23.09.2022

Projekt zur MINT-Förderung von jungen Frauen startet 2022/2023 an 17 Schulen / Brossardt: „Mit praxisnahen Einblicken schon früh Technikbegeisterung wecken“

Zum neuen Schuljahr starten die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm, die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie erneut ihr gemeinsames Projekt „Girls‘ Day Akademie“. An insgesamt 17 Gymnasien und Realschulen erleben je 15 Mädchen der siebten bis zehnten Klasse praxisnahe Einblicke in die Welt der MINT-Berufe. bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt betont zum Projektbeginn: „Derzeit sind rund 25 Prozent der Beschäftigten in der bayerischen M+E Industrie weiblich. Wir wollen diesen Anteil erhöhen, indem wir mit frühzeitiger Berufsorientierung die Technikbegeisterung von Frauen schon in jungen Jahren wecken und sie auf die vielfältigen Karrierechancen in der bayerischen M+E Industrie aufmerksam machen.“

Die Kooperation mit Unternehmen aus der Metall- und Elektroindustrie ist für die Verbände ein wichtiger Bestandteil des Programmes. Brossardt berichtet: „Die jungen Talente haben die Möglichkeit, unsere Mitgliedsunternehmen unmittelbar vor Ort kennenzulernen. Die Mädchen informieren sich zum Beispiel bei Betriebsbesichtigungen über mögliche Ausbildungsberufe und duale Studiengänge. Neben der Berufsorientierung testen die Schülerinnen bei Projektarbeiten ihre technischen Fähigkeiten. Durch Tätigkeiten wie Löten, Bohren und Fräsen erstellen die Mädchen in Zusammenarbeit mit den Unternehmen Werkstücke, wie zum Beispiel Lautsprecher, Ventilatoren oder einen Modellhelikopter.“

Zugleich arbeiten die Girls’Day Akademien mit weiterführenden Schulen, Hochschulen und Universitäten im MINT-Bereich zusammen. Dadurch erhalten die Mädchen die Chance, sich mit weiblichen Ausbilderinnen und Studentinnen auszutauschen, die bereits einen erfolgreichen Karriereweg in der M+E Industrie eingeschlagen haben.

Die Bedeutung von Gesprächen mit derartigen ‚Role Models‘ betont auch Ralf Holtzwart, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit: „Wir sind auf dem richtigen Weg, denn Berufswahl muss stärkenorientiert und nicht aufgrund von Rollenstereotypen erfolgen. Trotzdem halten sich bei den Mädchen viele Klischees zur M+E Industrie hartnäckig. ‚Das ist nichts für mich, das ist doch nur etwas für Jungs.’ Das hören wir in der Berufsberatung öfter. Dass aber die M+E Industrie vielfältige Karrieremöglichkeiten für junge Frauen bietet, wissen viele nicht. Durch Gespräche mit weiblichen Role Models erfahren die Mädchen aus erster Hand, wie es wirklich ist, im MINT-Bereich als Frau tätig zu sein und werden in ihrem Wunsch bestärkt, in einem technischen Beruf zu arbeiten.“

Auch Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ist von der Girls’Day Akademie überzeugt: „Der Fachkräftemangel ist eine nicht zu unterschätzende Wachstumsbremse für unsere Wirtschaft. Die Girls’Day Akademie leistet einen wichtigen Beitrag, um diesem Problem entgegenzuwirken. Von der Initiative profitieren Unternehmen als zukünftige Arbeitgeber und junge Frauen als angehende MINT-Fachkräfte gleichermaßen.“