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10.08.26 | Pressemitteilung

Jugend hat zentralen Stellenwert für Bayerns Wettbewerbsfähigkeit und Demokratie / Brossardt: „Erwartungen von Unternehmen und Azubis verzahnen und Werte vermitteln“

Anlässlich des Internationalen Tags der Jugend am 12. August betonen die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm die Bedeutung junger Menschen für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Freistaat und die Wahrung unserer demokratischen Werte. bayme vbm vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt führt aus: „Die nachwachsende Generation sind die Beschäftigten von Morgen, viele von ihnen bereits die Beschäftigten von heute. Unsere Unternehmen und unsere Gesellschaft werden langfristig auf ihre Arbeitsleistung angewiesen und von ihren Einstellungen geprägt sein. Den jungen Menschen kommt eine Schlüsselrolle für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu, denn die Fachkräftesicherung bleibt für die Betriebe in Bayern trotz der wirtschaftlich herausfordern Lage langfristig eine wichtige Zukunftsaufgabe. Zudem werden am Arbeitsplatz Werte vermittelt, die politisches und gesellschaftliches Engagement fördern. Das stärkt langfristig unsere Demokratie und wirkt dem Erstarken extremer, wirtschaftsschädlicher Kräfte entgegen.“

Die Bayerische Wirtschaft investiert bereits mit großem Einsatz in die Berufs- und Studienorientierung sowie die Förderung von jungen Talenten. Die Betriebe engagieren sich branchenübergreifend dafür, durch Ausbildung den eigenen Fachkräftenachwuchs zu sichern. „Aber wir kämpfen am Ausbildungsmarkt noch immer mit einem Mismatch: Die vielfältigen und guten Zukunftsperspektiven in den bayerischen Unternehmen sind da, branchenübergreifend standen bis Ende Juli im Freistaat jedem Bewerber rechnerisch etwa 1,4 Ausbildungsplätze gegenüber. Der bayerische Ausbildungsmarkt bietet somit weiterhin beste Chancen für Jugendliche auf einen Ausbildungsplatz. Aber sie bleiben nicht selten unbesetzt, auch weil passende Bewerber fehlen. So geht die Anzahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge 2026 in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie gemäß unserer M+E Ausbildungsumfrage deutlich zurück. In dieser Umfrage geben knapp 47 Prozent der Firmen, die einen Rückgang der abgeschlossenen Verträge verzeichneten, als Grund an, keine geeigneten Bewerber zu finden. Gleichzeitig verändern sich über alle Branchen hinweg die Beschäftigungsprofile und damit die Anforderungen an die künftigen Arbeitnehmer. So wird etwa der Umgang mit digitalen Inhalten und Formaten am Arbeitsmarkt der Zukunft eine Schlüsselkompetenz sein – auf einem Level mit Lesen, Schreiben und Rechnen. Wir Arbeitgeber müssen wissen, wie die jungen Generationen auf die Arbeitswelt blicken, auf was es ihnen ankommt und auf was wir bei der Arbeitskräfte- und Fachkräftesicherung achten müssen. Unsere Jugendlichen müssen erfahren, was in Zukunft von ihnen erwartet wird und wo der Arbeitsmarkt sie braucht“, erläutert Brossardt und ergänzt: „Damit unser Freistaat, unsere Lebenswelt, unser Wirtschaftsmodell und unsere Unternehmen weiterhin frei und erfolgreich sein können, dürfen wir sie nicht den Extremisten überlassen. Deshalb ist es auch unsere Aufgabe, jungen Menschen die Wichtigkeit einer funktionierenden Demokratie für unser Gemeinwesen in Verbindung mit den Vorzügen der sozialen Marktwirtschaft nahe zu bringen. Der Internationale Tag der Jugend erinnert uns daran, dass die jungen Generationen nicht nur die Gesellschaft von morgen gestalten, sondern schon heute eine entscheidende Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Bayern sind.“