Letzte Aktualisierung: 12. Mai 2011

Pressemitteilung

Bayerische M+E-Exporte: Schwellenländer werden immer wichtiger / Brossardt: „China schon zweitgrößter Absatzmarkt“

12.05.2011 - München

(München, 12.05.2011). Die aufstrebenden Schwellenländer Asiens und Lateinamerikas werden als Exportländer für die bayerische Metall- und Elektroindustrie immer wichtiger. Dies ergab eine Auswertung der M+E-Exporte des Freistaats 2010 nach Zielländern durch die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm. „Die größten Impulse kamen im vergangenen Jahr durch die stark wachsenden Ausfuhren in die Schwellenländer“, betont Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer von bayme vbm.

So stiegen die bayerischen M+E-Exporte in die sogenannten BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) um 63,3 Prozent. Der Anteil der Ausfuhren in diese Länder an den Gesamtausfuhren erhöhte sich damit von 12,1 Prozent im Jahr 2009 auf 15,8 Prozent.

Brossardt: „China ist die entscheidende Wachstumslokomotive. Durch den starken Anstieg der bayerischen Exporte im vergangenen Jahr ins Reich der Mitte um fast 70 Prozent konnte sich China von Rang vier auf Rang zwei der wichtigsten Absatzmärkte für die bayerische M+E-Industrie verbessern.“ Mit einem Anteil an den gesamten M+E-Ausfuhren Bayerns in Höhe von 11,4 Prozent liegt China nur noch knapp hinter Spitzenreiter USA. In die Vereinigten Staaten gingen 2010 11,9 Prozent aller bayerischen M+E-Exporte. Starke Exportzuwächse gab es auch nach Brasilien (56,1 Prozent), Chile (80,3 Pro-zent), Argentinien (47,3 Prozent) und Mexiko (44,8 Prozent).

In die EU flossen 2010 knapp die Hälfte der bayerischen M+E-Exporte. Hier legten die Ausfuhren 2010 um 7,4 Prozent zu. Brossardt: „Trotz des unterdurchschnittlichen Exportwachstums befinden sich die wichtigsten Einzelabsatzmärkte nach den USA und China weiterhin in der EU.“ Dem Spitzenduo folgen Großbritannien (Exportanteil von 7,3 Prozent), Frankreich (6,9 Prozent), Italien (6,5 Prozent) und Österreich (5,1 Prozent).

Im vergangenen Jahr exportierten die bayerischen M+E-Unternehmen Waren im Wert von 97,9 Milliarden Euro und damit 17,5 Prozent mehr als im Krisenjahr 2009. Damit machten M+E-Produkte zwei Drittel aller Ausfuhren Bayerns im Jahr 2010 aus.

Rang Land

Anteil an Gesamtexporten 2010

Veränderung gg. 2009

1 USA

11,9 %

21,4 %

2 China (inkl. Hongkong)

11,4 %

68,9 %

3 Großbritannien

7,3 %

8,3 %

4 Frankreich

6,9 %

0,8 %

5 Italien

6,5 %

8,6 %

6 Österreich

5,1 %

-7,4 %

7 Spanien

3,6 %

1,9 %

8 Niederlande

3,4 %

30,6 %

9 Belgien

3,0 %

3,5 %

10 Schweiz

2,6 %

13,0 %

12 Japan

2,3 %

29,9 %

14 Russland

2,1 %

15,0 %

19 Brasilien

1,2 %

56,1 %

21 Indien

1,1 %

19,1 %

29 Mexiko

0,8 %

44,8 %

41 Argentinien

0,3 %

47,3 %

47 Chile

0,2 %

80,3 %


Kontakt: Raimo Kröll, Tel. 089-551 78-378


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Redenschreiber HGF und Präsident

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