Letzte Aktualisierung: 17. März 2011

Pressemitteilung

Wir für Bayern – Aktionsprogramm Fachkräftesicherung / Brossardt: „Neues Projekt bringt schwächere Jugendliche in Ausbildung“

17.03.2011 - München

(München, 17.03.2011). Die Bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeberverbände bayme vbm starten am 01. April das deutschlandweit einzigartige Modellprojekt power(me). „Mit dem Projekt wollen wir 1.000 Jugendliche informieren, 350 testen und 175 zu einem Ausbildungsplatz in der Metall- und Elektro-industrie verhelfen“, erklärt bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt bei der Vorstellung des Modellprojekts power(me) im Rahmen des „Wir für Bayern – Aktionsprogramm Fachkräftesicherung“ in München.

Das Aktionsprogramm Fachkräftesicherung, das die Verbände jüngst ins Leben gerufen haben, umfasst unter anderem eine breit angelegte Bildungsoffensive. Neben bereits erfolgreich laufenden Projekten im Rahmen der Bildungsoffensive wie der Ausbildungsoffensive Bayern, den Berufsorientierungsprogrammen an Schulen oder dem Berufseignungstest für Schüler, startet jetzt das auf vier Jahre angelegte Modellprojekt, das schwächeren Jugendlichen einen Ausbildungsplatz in der Metall- und Elektrobranche ermöglicht.

„Die Studie ‚Arbeitslandschaft 2030’ zeigt, dass in Bayern schon im Jahr 2015 rund 520.000 Arbeitskräfte fehlen werden. Mit unserem neuen Projekt setzen wir ein wichtiges Zeichen dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Wir müssen alle vorhandenen Ausbildungspotenziale ausschöpfen, um Fachkräfte in Bayern zu sichern. Deshalb geben wir mit diesem Projekt Jugendlichen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt, die aufgrund schwächerer schulischer Leistungen oder Defizite im Bereich der Sozialkompetenz nur geringe Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben“, so Brossardt.

Das Projekt verbindet zum ersten Mal arbeits- und unternehmensbezogene Anforderungen, um diese Jugendlichen als künftige Fachkräfte für die bayerische Metall- und Elektroindustrie zu gewinnen. „In den nächsten Monaten werden in den Modellregionen Augsburg, Coburg, Landshut, München, Nürnberg, Regensburg und Schweinfurt über 1.000 Jugendliche in den Schulen durch passgenaue Berufsorientierungsmaßnahmen über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten in der M+E-Industrie informiert. Davon werden 350 Jugendliche, die von einer Ausbildung in der M+E-Branche begeistert sind, speziell nach den zuvor ausgearbeiteten Anforderungskriterien in der M+E-Industrie getestet. Einen passgenauen Ausbildungsplatz erhalten dann mindestens 175 Jugendliche. Sie werden über die gesamte Ausbildungszeit bis zum Ausbildungsende begleitet und betreut“, erläutert Brossardt.

„Gerade jungen Menschen mit schlechten Noten soll eine Chance in der Metall- und Elektrobranche gegeben werden. Die Jugendlichen werden anhand ihres individuellen Bedarfs mit ausbildungsbegleitenden Hilfen (Nachhilfe) und sozialpädagogischer Begleitung, während der gesamten Ausbildungszeit, unterstützt. Mit dem innovativen Projektansatz ‚power(me)‘ wird der Weg des Jugendlichen von der Berufsorientierung bis hin zum erfolgreichen Ausbildungsabschluss als ganzheitlicher und kontinuierlicher Prozess begleitet. Die Regionaldirektion Bayern unterstützt das Projekt mit 1,7 Millionen Euro“, betont Ralf Holtzwart, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern. bayme vbm fördern die Gesamtprojektkosten von rund 3,6 Millionen Euro mit 1,9 Millionen Euro. Das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. (bbw) setzt das Projekt in den kommenden vier Jahren um.

„Wir für Bayern – Aktionsprogramm Fachkräftesicherung“ umfasst fünf Handlungsfelder:
Handlungsfeld 1: Beschäftigungschancen verbessern
Handlungsfeld 2: Erwerbsbeteiligung erhöhen
Handlungsfeld 3: Arbeitszeiten verlängern
Handlungsfeld 4: Breite Bildungsoffensive
Handlungsfeld 5: Zuwanderung gezielt gestalten

Für jedes dieser Handlungsfelder haben bayme vbm und vbw konkrete Projekte entwickelt, die derzeit vorgestellt werden.

Kontakt: Andrea Reischl, Tel. 089-551 78-372


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Katja Schlendorf-Elsäßer

Geschäftsführerin ibw

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