Letzte Aktualisierung: 09. August 2011

Pressemitteilung

vbw: Sicherung der Stromversorgung in Bayern große Herausforderung / Brossardt: „Umbau mit aller Kraft und Hochdruck vorantreiben“

09.08.2011 - München

(München, 09.08.2011). Laut vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. wird die Sicherung der Stromversorgung im Freistaat in den nächsten Jahren eine große Herausforderung. Das wissenschaftliche Gutachten, das die Prognos AG für die vbw erstellt hat, kommt zum Ergebnis, dass durch die schrittweise Abschaltung der Kernkraftwerke ab 2015 die Kapazitäten im Freistaat nicht mehr ausreichen, um die Stromversorgung zu decken. „Prognos hat errechnet, dass Bayern im Jahr 2023 rund zehn Prozent der benötigten Strommenge aus anderen Bundesländern oder dem Ausland einführen muss, zu Höchstlastzeiten sogar 25 Prozent“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

„Für Bayern stellt die Energiewende eine echte Herausforderung dar: Hier fällt ein Anteil von über 50 Prozent Kernenergiestrom weg. Zugleich gibt es bei uns zahlreiche energieintensive Unternehmen wie zum Beispiel in der Chemie-, der Papier- und der Glasindustrie. Wir müssen deshalb den Umbau der Stromversorgung mit aller Kraft und Hochdruck vorantreiben, damit die Versorgungssicherheit auch nach dem Abschalten der bayerischen Kernkraftwerke fortbesteht“, so Brossardt. In diesem Zusammenhang begrüßt der vbw Hauptgeschäftsführer die rasche Einrichtung der bayerischen Energieagentur, die die erforderlichen Schritte nicht nur begleiten, sondern auch aktiv vorantreiben soll: „Wir müssen alles tun, dass Bayern auch in Zukunft ein attraktiver Standort für in- und ausländische Investoren bleibt.“

Aufgrund der von Prognos errechneten Stromversorgungslücke in Bayern ist der Freistaat als revier- und küstenfernes Land vor allem auf einen schnellen innerdeutschen Netzausbau und Netzverbindungen zu ausländischen Stromquellen angewiesen. „Außerdem brauchen wir konventionelle Ersatzkraftwerke für die Zeiten, in denen Sonne und/oder Wind zur Stromversorgung nicht zur Verfügung stehen. Sie müssen auch dann gebaut werden, wenn sie aufgrund kürzerer Einsatzzeiten nicht wirtschaftlich sind. Um den Bau zu gewährleisten, muss die Bundesregierung schnellstens entscheiden, welche Anreize es für den Bau moderner Gaskraftwerke gibt. Erst danach haben Investoren Planungssicherheit“, betont Brossardt.

Kontakt: Antje Zientek, Telefon 089-551 78-399


Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Katja Schlendorf-Elsäßer

Geschäftsführerin ibw

+49 (0)89-551 78-376
Katja Schlendorf-Elsäßer
Weitere
Kontakte

Antje Zientek

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

+49 (0)89-551 78-376
Antje Zientek
schließen
nach oben