Letzte Aktualisierung: 20. Mai 2011

Pressemitteilung

vbw hält energiepolitisches CSU-Konzept für sehr ambitioniert, aber tragfähig, wenn Ersatzmaßnahmen greifen / Brossardt: „Zeitpunkt des Kernenergieausstiegs abhängig vom Ausbau anderer Energieträger, Speicher und Netze“

20.05.2011 - München

(München, 20.05.2011). Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., bewertet die energiepolitischen Leitlinien der CSU, die der CSU-Vorstand auf seiner Klausurtagung beschlossen hat, als „sehr ambitioniertes, aber tragfähiges Konzept. Voraussetzung ist jedoch, dass die Ersatzmaßnahmen greifen.“

Brossardt weiter: „Ein beschleunigter Ausstieg aus der Kernenergie ist möglich. Der Zeitpunkt aber richtet sich danach, wie schnell wir mit der Planung, der Genehmigung und dem betriebsfertigen Ausbau von Ersatzanlagen, Speichersystemen und Leitungen vorankommen. Das hängt nicht allein von der Politik und den energiewirtschaftlichen Akteuren ab. Entscheidend wird sein, ob es gelingt, die Akzeptanz in der Bevölkerung für die notwendigen Ersatzmaßnahmen zu erreichen und zu erhöhen.“

Brossardt betont zudem: „Die Energiewende in Deutschland muss auf der Grundlage von Versorgungssicherheit, Preiswürdigkeit und Umweltverträglichkeit gelingen. Wir können das nur mit der Kernenergie als Brückentechnologie schaffen. Ein übereilter Ausstieg aus der Kernenergie, ohne dass die Ersatzkapazitäten und Netze einsatzbereit sind, würde die Versorgungssicherheit im Freistaat gefährden, zum Einkauf von Kernenergiestrom aus Frankreich und Tschechien zwingen und zu deutlich höheren Industriestrompreisen führen. Mehr als 100.000 Arbeitsplätze allein in Bayern und damit unser Wohlstand stünden auf dem Spiel.“

Damit die Energiewende nicht zulasten des Wirtschaftsstandorts Bayern geht, ist es laut Brossardt zwingend notwendig, regelmäßig Fortschrittsberichte zum Stand des Umbaus der Energieversorgung zu erstellen: „Ich begrüße, dass die CSU regelmäßig eine umfassende Zwischenbilanz der Energiewende ziehen und den Ausstieg aus der Kernkraft mit dem Umstieg synchronisieren will. Wir sehen dann, ob der Ausbau der Ersatzmaßnahmen im Zeitplan liegt. Falls nicht, muss eine Revisionsklausel die notwendige Anpassung des Umstiegsplans ermöglichen.“


Kontakt: Raimo Kröll, Telefon 089-551 78-378


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