Letzte Aktualisierung: 09. Mai 2011

Pressemitteilung

vbw kommentiert CDU-Positionspapier zur Energiewende / Brossardt: „Kernenergie-Ausstieg muss mit Ausbau der erneuerbaren Energien und der Energieinfrastruktur synchron laufen“

09.05.2011 - München

(München, 09.05.2011). Die CDU-Fraktion im Deutschen Bundestag hat heute in Berlin ihr Positionspapier zur Energiewende vorgestellt und von einem sofortigen Ausstieg aus der Kernenergie Abstand genommen. Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. begrüßt diese Haltung.

vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt erklärte dazu: „Die Energiewende in Deutschland muss für Unternehmen und Privatverbraucher zugleich Versorgungssicherheit, Preiswürdigkeit und Umweltverträglichkeit sicherstellen. Ohne die Kernenergie als Brückentechnologie ist dies nicht möglich. Der Ausstieg aus der Kernenergie muss parallel zum Ausbau der erneuerbaren Energiequellen sowie der Speicher- und Netzkapazitäten vorangetrieben werden. Alles andere hätte eine Gefährdung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands, erhebliche finanzielle Mehrbelastungen und höhere Umweltbelastungen zur Folge. Bayern wäre wegen seiner energieintensiven Industriezweige und seinem hohen Anteil an Kernenergie in der Energieversorgung davon besonders betroffen.“

„Wie schnell wir aus der Kernenergie aussteigen können, ist davon abhängig, wie zügig es uns gelingt, die notwendigen Maßnahmen für die Energiewende umzusetzen“, ergänzte der vbw Hauptgeschäftsführer. „Leider enthält das Papier der CDU-Fraktion keinen Zeitplan und auch keine Angaben dazu, wie viel der Umstieg auf erneuerbare Energiequellen kosten wird oder wie er finanziert werden soll. Die Industrie braucht dringend konkrete Investitions- und Planungssicherheit. Versorgungssicherheit wird es auch nur mit einem festen Zeitplan für den Ausbau von Netzen und Ersatzkraftwerken geben“, kritisierte Brossardt.

Für problematisch hält Brossardt die Idee, Stromimporte durch die Nutzung von Braunkohle zu reduzieren: „Das halten wir für den falschen Ansatz. Eine höhere CO2-Belastung in Kauf zu nehmen, ist genauso wenig eine sinnvolle Alternative, wie Kernenergie aus dem Ausland einkaufen zu müssen.“

Kontakt: Antje Zientek, 089-551 78-399


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