Letzte Aktualisierung: 11. Oktober 2011

Pressemitteilung

vbw zu politischen Gesprächen in Brüssel / vbw Präsident Prof. Rodenstock: „Bekenntnis zum Euro als verbindende Währung“

11.10.2011 - Brüssel

(Brüssel, 11.10.2011). Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. führt derzeit politische Gespräche in Brüssel. Bei einem Treffen mit EU-Parlamentariern bekräftigte vbw Präsident Prof. Randolf Rodenstock das Bekenntnis der Verbände zu Europa als politische Union und zum Euro als verbindende Währung.

„Die bayerische Industrie hat stark von der EU und der gemeinsamen europäischen Währung profitiert. Jedes Jahr exportieren bayerische Firmen Waren im Wert von über 50 Milliarden Euro in die Länder der Eurozone. Ohne den Euro würden die Wechselkursschwankungen unseren innereuropäischen Außenhandel dämpfen und die Kosten für die Unternehmen erhöhen. Der Euro ist die Basis für die weltweite Stellung der Handelsmacht Europa. Nur als ein gemeinsamer Wirtschaftsraum kann sich Europa gegenüber Ländern wie den USA oder China behaupten“, sagte Rodenstock.

Um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft zu stärken, muss laut Rodenstock geklärt werden, auf welchem ordnungspolitischen Fundament das Europa der Zukunft stehen soll. „Wir müssen dazu erstens den europäischen Binnenmarkt stärken und zweitens Wachstum und Beschäftigung auch in weniger entwickelten Regionen vorantreiben. Hier kommt der EU beim Aufbau der notwendigen Verkehrs- und IT-Infrastrukturen sowie bei der Schaffung von Bildungseinrichtungen oder effizienten Verwaltungsstrukturen eine zentrale Aufgabe zu. Drittens sind gesunde Haushalte in Europa zwingend notwendig. Mit der Einführung einer Schuldenbremse nach deutschem Vorbild sind viele Länder Europas auf dem richtigen Weg“, so Rodenstock.

In einem Gespräch mit Dr. Viviane Reding, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, und Dr. Angelika Niebler, Mitglied des Europäischen Parlaments, ging es um die von der EU geplante verpflichtende Frauenquote für Unternehmen. vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt betonte, dass die Unternehmen in Deutschland mehr Frauen in Führungspositionen wollen. „Eine von der EU verordnete Personalpolitik ist aber der falsche Weg, um Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt zu schaffen. Nicht staatliche Überregulierung, sondern konkrete Angebote für junge Frauen, wie sie Familie und Beruf besser vereinbaren können, sind die Lösung. So brauchen wir beispielsweise bessere Betreuungsmöglichkeiten für Kinder unter drei Jahren“, sagte Brossardt.

Zur Abrundung der Termine bei der EU nimmt die vbw Delegation am Oktoberfest der Bayerischen Vertretung in Brüssel teil. Die vbw ist einer der Hauptsponsoren.


Kontakt: Andreas Ebersperger, 089-551 78-373


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