Letzte Aktualisierung: 28. Dezember 2012

Pressemitteilung

vbw Umfrage zu neuen Rundfunkgebühren: Belastung für bayerische Wirtschaft verdoppelt sich / Brossardt: „Rundfunkanstalten müssen Sparanstrengungen fortsetzen“

28.12.2012 - München

Mit Blick auf die Neuregelung der Rundfunkgebühren zum 01. Januar 2013 erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Grundsätzlich trägt die bayerische Wirtschaft den Wechsel von der geräteabhängigen zur geräteunabhängigen Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunksystems mit. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist ein zentrales Standbein in unserer Medienlandschaft. Das neue Vertragswerk führt aber dazu, dass der Beitrag der Wirtschaft zur Finanzierung des Systems massiv steigt. Eine aktuelle vbw Umfrage ergab, dass sich die Gebühren für die bayerische Wirtschaft im Vergleich zu 2012 im Jahr 2013 durchschnittlich nahezu verdoppeln werden. Das lehnen wir ab.“

Brossardt weiter: „Die deutsche Wirtschaft zahlt nach dem alten System rund 450 Millionen Euro Rundfunkgebühren pro Jahr. Damit leistet sie bereits heute einen immensen Beitrag für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Die Reform der Rundfunkfinanzierung darf nicht für eine Steigerung des Anteiles der Wirtschaft am Gesamtaufkommen genutzt werden. Die Rundfunkanstalten müssen ihre Sparanstrengungen fortsetzen.“

Indem ab 01. Januar 2013 jedes Unternehmen unabhängig vom tatsächlichen Rundfunkkonsum zur Finanzierung des öffentlichen Rundfunks herangezogen wird, vergrößert sich aber die Zahl der Beitragszahler aus der Wirtschaft. In Kombination mit dem neuen Gebührenmodell, das eine für die Firmen zu teure Staffelung der Gebührenbeiträge nach Anzahl der Mitarbeiter vorsieht, führt dies zu einer signifikanten Mehrbelastung der Wirtschaft.

Brossardt: „Das neue Gebührensystem krankt daran, dass Firmen mit mehreren Betriebsstätten wesentlich schlechter gestellt sind als Unternehmen mit wenigen Betriebsstätten, aber gleichviel Mitarbeitern. Diese Ausgestaltung ist teuer und wettbewerbs-verzerrend, da gleichgroße Unternehmen künftig unterschiedlich viel zur Finanzierung beitragen müssen.“

Kontakt: Konstanze Lueg, Tel. 089-551 78-375


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