Letzte Aktualisierung: 27. Dezember 2012

Pressemitteilung

bayme vbm: 2012 war ein gutes Jahr für die M+E Beschäftigten / Brossardt: „2013 muss es wieder eine moderate Lohnpolitik geben“

27.12.2012 - München

„Das Jahr 2012 war ein außerordentlich gutes Jahr für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie. Die Entgelte stiegen spürbar an, und es entstanden tausende neue Arbeitsplätze.“ Dieses Fazit zog Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm, zum Jahresende.

Im Mai 2012 wurden die Tarifentgelte der M+E Beschäftigten um 4,3 Prozent erhöht. Dies ist die stärkste Entgelterhöhung seit 20 Jahren. Effektiv fiel der Zuwachs noch größer aus. Einer entsprechenden bayme vbm Umfrage zufolge waren die Effektiventgelte der Beschäftigten in diesem Jahr im Schnitt um 5,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Bei einer Inflationsrate von zwei Prozent bedeutet das ein kräftiges Reallohnplus. Viele Beschäftigte haben rückwirkend für das erfolgreiche Geschäftsjahr 2011 hohe Sonderzahlungen und Boni von ihren Arbeitgebern erhalten. Profitiert haben 2012 aber auch viele Menschen, die zuvor nicht in der bayerischen M+E Industrie beschäftigt waren. „Wir freuen uns darüber, dass in diesem Jahr 25.000 zusätzliche Stellen in der bayerischen M+E Industrie entstanden sind“, so Brossardt.

Der bayme vbm Hauptgeschäftsführer weist allerdings darauf hin, dass die Entgeltsteigerung eine nicht unerhebliche Kostenbelastung für die Betriebe bedeutet: „Dies wiegt umso schwerer, als das Jahr 2012 aus Unternehmenssicht weit weniger positiv war. Die wirtschaftliche Entwicklung hat sich speziell in der zweiten Jahreshälfte deutlich abgekühlt. Die weltwirtschaftliche Schwäche und insbesondere die Rezession im Euroraum belasten die Exporte. Im Inland macht sich die Investitionsschwäche bemerkbar. Die Abkühlung wird sich in den kommenden Monaten fortsetzen. Auf ein schwaches Jahr 2012 wird ein schwaches Jahr 2013 folgen.“

Vor diesem Hintergrund ist laut Brossardt von den Tarifparteien jetzt Vorsicht gefordert. „Die Lohnpolitik muss 2013 wieder auf einen moderaten Kurs einschwenken und zudem die Flexibilität der Unternehmen erhöhen.“

Kontakt: Raimo Kröll, Tel. 089-551 78-378


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