Letzte Aktualisierung: 01. März 2012

Pressemitteilung

Deutliche Bremsspuren in bayerischer M+E Industrie / Brossardt: „Tarifabschluss muss langsamerem Wachstum Rechnung tragen“

01.03.2012 - München

In der bayerischen Metall- und Elektroindustrie gibt es deutliche Bremsspuren. Produktion und Auftragseingänge gingen im vierten Quartal 2011 deutlich zurück. Dies teilten die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm mit.

So sank die Produktion in den letzten drei Monaten 2011 gegenüber dem Vorquartal um 3,9 Prozent. Auch das Vorjahresniveau wurde im vierten Quartal leicht um 0,4 Prozent unterschritten. Besonders deutlich fiel der Rückgang in der Automobil- und Zulieferindustrie sowie in der Elektronikindustrie aus. Hier stand ein Minus von jeweils 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu Buche. Die Auftragseingänge gingen im Schlussquartal 2011 um 4,1 Prozent zurück.

Während die Inlandsaufträge um 5,5 Prozent fielen, gingen die Auslandsbestellungen um 3,3 Prozent zurück. Das Vorjahresniveau der Ordereingänge wurde im vierten Quartal 2011 um 4,5 Prozent unterschritten. Am deutlichsten war der Rückgang in der Elektronikindustrie – minus 16,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Schnitt hatten die bayerischen M+E Betriebe im vierten Quartal 2011 noch Aufträge für 3,8 Monate. Das waren 0,2 Monate weniger als im dritten Quartal. bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Auch für die kommenden Monate ist mit einer schwächeren Wirtschaftsentwicklung zu rechnen.“

Brossardt wies darauf hin, dass die Rezession der Jahre 2008 und 2009 ihre Spuren hinterlassen hat. „Die erfolgreichen Maßnahmen der Unternehmen zur Beschäftigungssicherung haben die Produktivität nach unten und die Lohnstückkosten nach oben getrieben. Hier ist der Erholungsprozess noch immer nicht abgeschlossen. Diese Fakten müssen in der Tarifrunde berücksichtigt werden. Leider tut aber die IG Metall so, als hätte es die Wirtschaftskrise nie gegeben und fordert sogar einen Nachschlag für das vergangene Jahr. 2011 war wirtschaftlich erfolgreich, aber es war immer noch ein Jahr des Aufholens.“

Brossardt zufolge übersieht die Gewerkschaft leider, dass Arbeitgeber und IG Metall den letzten Tarifabschluss gemeinsam unter den Aspekt der Beschäftigungssicherung gestellt haben. „Und das mit Erfolg. Der Beschäftigungsrückgang konnte in Grenzen gehalten werden und ist inzwischen nahezu wieder aufgeholt. Dies ebenso zu ignorieren wie den zuletzt gemeinsam eingeschlagenen Weg der tarifpolitischen Vernunft, ist unredlich. Wir verhandeln über einen Abschluss für die Zukunft. Diese wird von einem deutlich langsameren Wachstum sowie einer hohen Unsicherheit geprägt sein. Dem muss der Tarifabschluss Rechnung tragen.“

Kontakt: Andreas Ebersperger, Tel. 089-551 78-373


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