Letzte Aktualisierung: 04. Dezember 2012

Pressemitteilung

vbw Energiewende-Monitoring zeigt tief gelbe Ampel für Bayern / Brossardt: „Energiewende hinkt. Neues Strommarkt-Design überfällig“

04.12.2012 - München

(München, 04.12.2012). Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat ihr erstes Energiewende-Monitoring für Bayern vorgelegt. Die Ergebnisse der Untersuchung, die die vbw bei der Prognos AG in Auftrag gegeben hat, geben Anlass zur Sorge: „Die Ampel ist tief gelb. Das Stromsystem ist schon heute instabil, die Strompreisentwicklung zeigt steil nach oben und ab 2016 ist die Versorgung in Bayern akut gefährdet. Kurz gesagt: Die Energiewende hinkt. Der notwendige Bau von Ersatzkapazitäten, Leitungen und Speichern kommt nicht voran. Die Kostenspirale dreht sich weiter“, resümiert vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Die vbw hatte schon früh auf die Risiken des Umbaus der Energieversorgung insbesondere für Bayern hingewiesen. „Nach dem Ausstiegsbeschluss der Bundesregierung sind bis 2022 in Bayern allein 5.500 Megawatt Leistung aus Kernenergie zu ersetzen. Laut aktuellem Planungs- und Genehmigungsstand ist es zeitlich nicht möglich, dass in Bayern die notwendigen Ersatzkraftwerke noch rechtzeitig in Betrieb gehen. Bleibt die Zulieferung von Strom aus dem Norden. Aber hier hakt es beim Ausbau der Transportleitungen. Insgesamt stellt sich die Situation für den Freistaat schlechter dar als für Deutschland insgesamt. Das bereitet uns Sorge. In der Pflicht steht vor allem der Bund, da er ganz überwiegend für den gesetzlichen Rahmen im Energiebereich zuständig ist“, erklärt Brossardt.

Laut Brossardt ist der Wirtschaftsstandort Bayern in höchstem Maße auf eine sichere Stromversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen angewiesen. „Versorgungsunsicherheit und überhöhte Strompreise schaden Unternehmen und Arbeitsplätzen. Das vbw Energiewende-Monitoring belegt: Hauptursache für die aktuelle Entwicklung ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Das Fördersystem des EEG muss bis März 2013 grundlegend reformiert werden.“

Brossardt fordert, die Einspeisevergütungen zu senken, den Einspeisevorrang für erneuerbare Energien zurückzuführen und ein neues Strommarkt-Design zu entwickeln. „Nur so werden wir es schaffen, effiziente marktgerechte Lösungen und Investoren für die dringend benötigten Ersatzkapazitäten in Bayern zu finden“, so Brossardt. Als Sofortmaßnahme verlangt der vbw Hauptgeschäftsführer von der Bundesregierung einen Ausgleich der EEG-bedingt steigenden Strompreise durch die Abschaffung der Stromsteuer.

Kontakt: Antje Zientek, Tel. 089-551 78-399

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