Letzte Aktualisierung: 04. Oktober 2012

Pressemitteilung

vbw Konjunkturradar Schwellenländer: Wirtschaftliche Dynamik lässt nach / Brossardt: „Perspektiven sind aber besser als in den Industriestaaten, Bayerns Wachstum hängt vom Erfolg in den Schwellenländern ab.“

04.10.2012 - München

Die globale Konjunkturabkühlung macht auch vor den Schwellenländern nicht Halt. Das ist das Ergebnis des aktuellen Konjunkturradar Schwellenländer, mit dem die vbw über die wirtschaftlichen Entwicklungen in den wichtigsten aufstrebenden Volkswirtschaften informiert. vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Die wirtschaftliche Dynamik in den Emerging Markets hat im zweiten Quartal weiter nachgelassen. Dies gilt vor allem für die Schwellenländer Asiens. Relativ stabil ist die Entwicklung in Lateinamerika, dort verläuft die Wachstumsdynamik insgesamt aber auf einem etwas niedrigeren Niveau.“

So hat sich das Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft im zweiten Quartal 2012 erneut verlangsamt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg gegenüber dem Vorjahr um 7,6 Prozent, das war die niedrigste Zuwachsrate seit Anfang 2009. Das BIP der asiatischen Schwellenländer dürfte sowohl 2012 als auch 2013 im Jahresdurchschnitt um jeweils 5,5 Prozent zulegen. Brossardt: „Auch wenn die Dynamik nicht mehr so hoch ist wie in den vergangenen Jahren, bleiben die asiatischen Schwellenländer das Kraftzentrum der globalen Konjunktur.“ In Lateinamerika dürfte das Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr um 3,5 Prozent wachsen, im kommenden um über vier Prozent.

Brossardt betont, dass die Perspektiven für die Emerging Markets besser sind als für die Industriestaaten: „Die Abhängigkeit der Schwellenländer von der Weltwirtschaft hat sich in den letzten Jahren verringert, da sich eine stabile Inlandsnachfrage etabliert hat. Zudem haben Regierungen und Notenbanken Handlungsspielraum, um der Konjunkturschwäche entgegenzuwirken.“

Für die bayerische Industrie muss es laut Brossardt darum gehen, die Märkte in den Schwellenländern zu erschließen: „Nur wenn es gelingt, die immer noch bestehende Dynamik in den Schwellenländern in deutsche und bayerische Wertschöpfung umzusetzen, werden wir die mittelfristigen Nachfragerückgänge in der Europäischen Union ausgleichen können. Das bayerische Wachstum hängt in den nächsten Jahren wesentlich vom Erfolg in den Schwellenländern ab.“

Kontakt: Raimo Kröll, Tel. 089-551 78-378


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