Letzte Aktualisierung: 21. August 2012

Pressemitteilung

vbw Studie über bayerische Exportmärkte Teil 4: Indien / Brossardt: „Wachsende, konsumfreudige Mittelschicht bietet große Potenziale für bayerischen Fahrzeugbau und Chemieindustrie“

21.08.2012 - München

(München, 21.08.2012). Indien ist für die bayerische Wirtschaft ein vielversprechender Auslandsmarkt. Das geht aus einer Studie der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. zu den Chancen der bayerischen Wirtschaft auf Auslandsmärkten hervor, die von der Unternehmensberatung Roland Berger erstellt wurde. vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Die Wirtschaft Indiens hat sich in den letzten Jahren sehr dynamisch entwickelt. Inzwischen ist eine konsumfreudige Mittelschicht entstanden, die weiter wachsen wird. Besondere Chancen ergeben sich für bayerische Anbieter von Energietechnik, für die Automotive-Industrie sowie der Chemieindustrie.“

Brossardt: „Bis 2020 soll sich der indische Automobilmarkt zum drittgrößten der Welt entwickeln. Hier ergeben sich große Möglichkeiten für die bayerischen Automobilhersteller- und -zulieferer.“ Zwar erschweren laut Brossardt hohe Zölle und zusätzliche Abgaben den Export kompletter Fahrzeuge. Viele bayerische Firmen sind aber bereits mit eigenen Produktionsstätten vor Ort.

Die wachsende Mittelschicht sorgt darüber hinaus für eine stark wachsende Chemieindustrie. Der Absatz von Kosmetik- und Pflegeprodukten steigt stark – eine gute Nachricht für die bayerische Chemieindustrie.

Ebenfalls große Chancen für bayerische Firmen bietet der indische Energiesektor. Schätzungen der International Energy Agency prognostizieren bis 2030 eine Verdoppelung des Energiebedarfs Indiens. Durch den geplanten Bau neuer Kraftwerke wird auch die Nachfrage nach Stromübertragungs- und -verteilungstechnik stark zunehmen. Die zunehmende Industrialisierung Indiens und der geplante Infrastrukturausbau – auch im Verkehrsbereich – bieten zudem Möglichkeiten für den bayerischen Maschinen- und Anlagenbau.

Im Jahr 2011 exportierte Bayern Waren im Wert von knapp 1,7 Milliarden Euro nach Indien. Das entspricht einem Anteil von 1,1 Prozent an den gesamten Ausfuhren des Freistaats. Brossardt: „Indien ist groß und das Potenzial für die bayerische Wirtschaft ebenso. Wir erwarten wachsende bayerische Exporte in das Land in den kommenden Jahren.“

Kontakt: Andrea Reischl, 089-551 78-372


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