Letzte Aktualisierung: 10. Dezember 2012

Pressemitteilung

vbw macht sich bei Donaufahrt der Staatsregierung für Ausbau stark / Brossardt: „C 2.80 bietet größten wirtschaftlichen und ökologischen Nutzen“

10.12.2012 - München

(München, 10.12.2012). Während der heutigen Donaufahrt von Bayerns Ministerpräsident Seehofer hat sich Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., für den Donauausbau ausgesprochen: „Es geht um die Schaffung einer transeuropäischen Wasserstraße von fast 3.500 Kilometern. Die Unternehmen haben im Vertrauen auf den Donauausbau Standortentscheidungen getroffen. Mehr als 10.000 Arbeitsplätze sind so entstanden. Sie brauchen jetzt Klarheit darüber, welche Infrastruktur mittelfristig zur Verfügung stehen wird. Davon hängt nicht weniger ab als die Sicherung oder der Verlust bestehender Arbeitsplätze und ob sich neue Unternehmen im Donauraum ansiedeln. Bayern muss noch mehr zu einer Drehscheibe des Außenhandels zwischen Österreich und den südosteuropäischen Ländern werden“, so Brossardt.

Brossardt zufolge steuert Bayern, insbesondere der Großraum Niederbayern, auf einen Verkehrskollaps zu. Für das Schienennetz zwischen Regensburg und Passau ist nach der Schienenwegplanung des Bundes bis 2025 mit einer Überlastung von über 111 Prozent zu rechnen. „Es gibt keine Verlagerungspotenziale von der Straße auf die Schiene mehr. Die ausgebaute Donau ist daher der Verkehrsweg der Zukunft. Doch auch hier wird mit einem Zuwachs von 20 Prozent bis 2025 gerechnet. Damit wären die Kapazitäten nach Ausbauvariante A bereits ausgelastet. Die Variante C 2.80 hingegen erreicht eine Schiffbarkeit von 300 Tagen – 135 Tage mehr als heute. Sie lässt voraussichtlich 13 bis 15 Millionen Tonnen pro Jahr an Transportkapazität. Laut Sensitivitätsanalyse gemäß des Verkehrsgutachtens der sogenannten EU-Studie können Transportmengen von rund 250.000 Lkw-Ladungen von Straße und Schiene auf das Schiff verlagert werden“, betont Brossardt.

Bei der Diskussion um die ökologischen Aspekte des Ausbaus mahnt Brossardt zur Sachlichkeit. „Es geht nicht darum, Recht zu behalten, sondern darum, das Richtige zu tun. Die Donau ist kein ‚bayerischer Amazonas‘, sondern ein Fluss, der durch dicht besiedeltes Gebiet fließt und der in den letzten 150 Jahren immer wieder begradigt wurde. Bei einem Ausbau der Donau könnten laut der „variantenunabhägigen Untersuchung“ der EU alle ökologischen Eingriffe ausgeglichen werden. Variante C 2.80 bietet sogar ein ‚Mehr‘ an Natur: durch die Abkoppelung der Mühlhammer Schleife würde ein acht Kilometer schifffahrtfreies Biotop geschaffen“, erklärt Brossardt.

Kontakt: Simone Engler, Tel. 089-551 78-335


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