Letzte Aktualisierung: 20. Oktober 2017

Pressemitteilung

6. Unternehmergespräch Hochfranken zu den positiven Effekten nonkonformistischen Denkens / Ohl: „Querdenker sind wichtige Impulsgeber für wirtschaftliche Innovation“

19.10.2017 - Selb

Die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm haben den positiven Wert von Querdenkern für Wirtschaft und Gesellschaft hervorgehoben. Beim 6. Unternehmergespräch Hochfranken erklärte
Dr. Hanns-Peter Ohl, Vorstandsvorsitzender der bayme vbm Region Oberfranken-Ost: „Im Zeitalter der fortschreitenden Digitalisierung sind in der Wirtschaft auch Menschen gefragt, die die Dinge aus einem anderen Blickwinkel betrachten und mit neuen Ideen und Innovation den Markt erobern. Solche Querdenker sind für den institutionellen Wandel unumgänglich. Indem sie auch mal jenseits der etablierten Abläufe und Regeln denken, sind sie wichtige Impulsgeber für wirtschaftliche Innovation. Denn wir können unseren Wohlstand und die Arbeitsplätze nur sichern, wenn wir auf Innovationen, Technologieführerschaft und Qualität setzen.“

Ohl verwies darauf, dass immer mehr auch höherwertigere Tätigkeiten künftig mit Hilfe künstlicher Intelligenz besser ausgeführt werden können. „Was diese Systeme aber auch auf absehbare Zeit nicht werden ersetzen können, ist die soziale und kreative Intelligenz. Beides wird damit immer mehr zur Kernkompetenz der Mitarbeiter von morgen. Der Kampf um High-Potentials mit diesen speziellen Fähigkeiten wird dadurch künftig noch härter werden“, so Ohl. Durch die Digitalisierung steigen laut Ohl auch die Möglichkeiten von Mitsprache und Beteiligung der Mitarbeiter an Innovationsprozessen: „Führungsverantwortliche müssen sich darauf einstellen und dies bewusst nutzen.“

Gastredner Prof. Dr. Dominik Enste, Leiter des Kompetenzfelds Verhaltensökonomik und Wirtschafts-
ethik am Institut der deutschen Wirtschaft e. V. in Köln, erläuterte in seinem Vortrag, wie sich Querdenken zum Vorteil aller auswirken kann: „Damit Querdenker nicht zu Querulanten werden, müssen Unternehmen in gute Führung investieren und eine Vertrauenskultur schaffen. Außerdem bedarf es – auch wenn es paradox erscheint – klarer Rahmenbedingungen und Regeln fürs Querdenken, damit es nicht zu Chaos kommt. Kreativmethoden wie das ‚Design Thinking‘ können hier anregend und steuernd zugleich wirken.“


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Ulla Wolfshöfer

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