Letzte Aktualisierung: 10. April 2013

Pressemitteilung

Bayerische M+E-Industrie: Nur mäßiges Produktionsplus im Jahr 2012

26.02.2013 - München

Das Jahr 2012 war für die bayerische Metall- und Elektroindustrie ein mäßiges Jahr. Im Jahresdurchschnitt lag die Produktion nur 1,3 Prozent über dem Niveau von 2011. Dies teilten die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm am Dienstag in München mit. Die Produktion bewegt sich seit Mitte 2011 seitwärts. Im vierten Quartal 2012 ging der Output um 0,9 Prozent zurück.

bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Obwohl die Produktion 2012 nur mäßig um 1,3 Prozent zugelegt hat, stiegen die Löhne mit 4,3 Prozent so stark wie seit 20 Jahren nicht mehr. Auch 2013 wird die Produktion nur moderat wachsen. Das heißt, es muss in diesem Jahr einen maßvollen Tarifabschluss geben. Die von der IG Metall Bayern genannte mögliche Lohnforderung in Höhe von mindestens 5,5 Prozent mehr Entgelt passt nicht zu dieser wirtschaftlichen Situation in der bayerischen M+E-Industrie.“

Brossardt wies darauf hin, dass die Situation in den Teilbranchen der M+E-Industrie sehr differenziert ist. Das größte Produktionsplus erzielte 2012 der Straßenfahrzeugbau mit 6,4 Prozent. Auch im sonstigen Fahrzeugbau (+3,1 Prozent) und im Maschinenbau (+2,8 Prozent) konnte die Produktion erhöht werden. Zum Teil deutliche Rückgänge gab es hingegen bei den Anbietern elektrischer Ausrüstungen (-4,6 Prozent), bei den Herstellern von Metallerzeugnissen (-2,6 Prozent) und in der Elektronikindustrie (-2,0 Prozent). Brossardt: „Diese Heterogenität muss bei den Tarifverhandlungen berücksichtigt werden.“

Durch die insgesamt geringe Dynamik bei der Produktion ist die Kapazitätsauslastung weiter gesunken. Der Auslastungsgrad in der bayerischen M+E-Industrie lag im Januar 2013 im Schnitt bei 80,6 Prozent. Im Oktober betrug er noch 82,5 Prozent. Die Normalauslastung liegt bei etwa 85 Prozent.


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