Letzte Aktualisierung: 25. Oktober 2019

Pressemitteilung

Bayerische M+E Industrie auf Schrumpfkurs / Brossardt: „Starker Produktionseinbruch in der Automobil- und Zuliefererindustrie“

25.10.2019 - München

Die Produktion in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie ist in den ersten acht Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahresniveau um 7,7 Prozent gesunken. „Besonders stark ist die Situation in der Automobil- und Zuliefererindustrie: Unsere Schlüsselbranche hat von Januar bis August 2020 insgesamt 18,2 Prozent weniger produziert als im Vorjahreszeitraum. Auch die Produktion von Metallerzeugnissen, elektrischen Ausrüstungen und Maschinen ist rückläufig. Die bayerische M+E Industrie befindet sich in einer Rezession“, kommentierte bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt die jüngsten Konjunkturdaten für die Metall- und Elektroindustrie in Bayern.

Negative Signale kommen auch von den Auftragseingängen. „Diese lagen in den ersten acht Monaten um 1,9 Prozent niedriger als im Vergleich zum Jahr 2018. Die Inlandsnachfrage nach Produkten und Erzeugnissen der M+E Industrie stürzte um ganze 6,9 Prozent ab. Mit 0,3 Prozent entwickelten sich immerhin die Bestellungen aus dem Ausland leicht positiv“, so Brossardt.

Auch die Exporte von bayerischen M+E Produkten befinden sich im Abwärtstrend. So sind die Ausfuhren im August dieses Jahres um 7 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Für die ersten acht Monate 2019 ergibt sich ein Exportminus von 2,9 Prozent gegenüber 2018. Besonders der Automobil- und Zuliefererbereich verzeichnete einen starken Ausfuhr-Rückgang: Pkws, Motoren und Kfz-Teile, Lkws und Busse wurden um 8,4 Prozent weniger exportiert als in den ersten acht Monaten des Vorjahres.

Im Ländervergleich sind die Ausfuhren in das Vereinigte Königreich mit einem Minus von 5,6 Prozent von Januar bis August 2019 im Vergleich zu den ersten achten Monaten des Vorjahres stark zurückgegangen und auch die Exporte nach Österreich als einen der wichtigsten Abnehmer für bayerische M+E Produkte ließen um 1,6 Prozent nach.

„Auch in Zukunft stehen uns mit den internationalen Handelskonflikten, geopolitischen Spannungen sowie dem Strukturwandel in der Automobil- und Zuliefererindustrie konjunkturell schwierige Zeiten bevor. Deshalb bedarf es im Hinblick auf die Tarifverhandlungen 2020 einer produktivitätsorientierten Tarifpolitik, die diesen unsicheren Zeiten gerecht wird und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts wieder in den Mittelpunkt stellt“, forderte Brossardt.


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