Letzte Aktualisierung: 09. Januar 2020

Pressemitteilung

Bayerische M+E Mitarbeiter verdienen auf Spitzenniveau / Brossardt: „Hohe Arbeitskosten bedrohen internationale Wettbewerbsfähigkeit“

09.01.2020 - München

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie verdienen auf Spitzenniveau. Das geht aus einer Umfrage des vbm – Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V. unter seinen Mitgliedsbetrieben hervor. Demnach haben die Unternehmen ihren tariflich eingruppierten Beschäftigten im Jahresmonatsdurchschnitt ein effektives Monatsentgelt von im Schnitt 4.727 Euro gezahlt. Das sind durchschnittlich 217 Euro beziehungsweise 4,8 Prozent mehr als bei der letzten Erhebung im Jahr 2017.

„Unsere Unternehmen zahlen für Spitzenleistung auch Spitzenlöhne. Allein in den letzten zehn Jahren sind die Effektivverdienste um rund 30 Prozent gestiegen, nach Abzug der Inflation ein deutlicher Reallohnzuwachs. Gemessen daran haben die Unternehmen ihre Beschäftigten am vergangenen konjunkturellen Aufschwung weit überdurchschnittlich beteiligt“, erklärt vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Der durchschnittliche jährliche Effektivverdienst inklusive aller tariflichen Einmalzahlungen liegt im Jahr 2019 bei 64.424 Euro. „Es muss klar sein: Hohe Arbeitskosten bedrohen die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer exportorientierten Industrie. Diese steht vor vielen Herausforderungen gleichzeitig: Digitalisierung, Fachkräftemangel, Klimaschutz und Energiewende sowie globale Unsicherheiten sind nur einige der vielen Einflussfaktoren, für die unsere Unternehmen Lösungen finden müssen und die es zu bewältigen gilt. Für die kommende Tarifrunde muss eine Zeit des Maßhaltens anbrechen“, kommentiert Brossardt.

Das Grundentgelt in der bayerischen M+E Industrie war zum 01. April 2018 um 4,3 Prozent angehoben worden, so wie es im Tarifabschluss vom 08. Februar 2018 vereinbart wurde. Die Effektivverdiensterhebung erfasst alle regelmäßigen tariflichen Bestandteile sowie über- beziehungsweise außertarifliche Zulagen und nicht die höheren außertariflichen Entgelte. Das durchschnittliche effektive Monatsentgelt basiert auf der tariflichen Arbeitszeit von 35 Stunden pro Woche. Die Effektivverdienstspanne reicht von 2.783 Euro in der Entgeltgruppe 1 bis 6.810 Euro in der Entgeltgruppe 12.


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