Letzte Aktualisierung: 10. April 2013

Pressemitteilung

Deutlich weniger Zeitarbeitnehmer in der bayerischen M+E-Industrie

10.01.2013 - München

In der bayerischen Metall- und Elektroindustrie ist der Einsatz von Zeitarbeitnehmern deutlich zurückgegangen. Von März bis Dezember 2012 sank die Zahl der Zeitarbeitnehmer in der bayerischen M+E-Industrie von 43.000 auf 31.000 – und damit um mehr als ein Viertel. Das geht aus einer Hochrechnung der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm auf Basis einer aktuellen Mitgliederumfrage hervor. Laut Umfrage liegt die Zeitarbeiterquote in der bayerischen M+E-Industrie gemessen an der Stammbelegschaft derzeit bei 4,1 Prozent, 61 Prozent der Unternehmen setzen Zeitarbeit ein.

bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Die konjunkturelle Eintrübung hinterlässt bei der Beschäftigung erste Spuren. Insgesamt hat sich der Jobzuwachs in der bayerischen M+E-Industrie in der zweiten Jahreshälfte deutlich verlangsamt. Die Unternehmen passen ihre Kapazitäten an, Zeitkonten werden abgebaut, die Zeitarbeit wird zurückgefahren. Einmal mehr zeigt sich, dass Flexibilitätsinstrumente wie die Zeitarbeit die Stammbelegschaft schützen.“

Laut Umfrage soll die Zeitarbeit in den kommenden Monaten weiter reduziert werden. Über 37 Prozent der bayerischen M+E-Betriebe wollen künftig weniger Zeitarbeitskräfte einsetzen, nur fünfeinhalb Prozent planen, die Zahl der Zeitarbeitnehmer zu erhöhen.

Einen Zusammenhang mit der ab November 2012 geltenden Regelung, wonach Zeitarbeitnehmer in der M+E-Industrie Branchenzuschläge auf ihre Tarifentgelte erhalten, sieht Brossardt nicht. „Die Branchenzuschläge verteuern die Zeitarbeit. Der aktuelle Rückgang der Zeitarbeit in der bayerischen M+E-Industrie hat aber in allererster Linie konjunkturelle Ursachen.“


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